Berlin (opm) - Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss weltweit fociert werden, um den Klimawandel doch noch zu bremsen.
Das
zeigen die im Word Energy Outlook veröffentlichten Prognosen der
Internationalen Energie-Agentur (IEA) zur künftigen Nachfrageentwicklung
auf den globalen Energiemärkten. Die IEA geht für die nächsten
Jahrzehnte von einem stark wachsenden Weltenergiebedarf aus und warnt
als Konsequenz daraus vor einem ungezügelten Anstieg der
Treibhausgasemissionen.
Wirksame Instrumente für den Einstieg
ins regenerative Energiezeitalter wie das in Deutschland geltende
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit seinen Einspeisetarifen für Strom
aus regenerativen Quellen können Vorbildfunktion für andere
Industriestaaten ebenso wie für Schwellenländer haben, deren
Energiebedarf momentan rapide steigt, so Philipp Vohrer,
Geschäftsführder der Agentur für Erneuerbare Energien.
Der
weltweite Zubau an Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbarer Energie konnte
den verstärkten Ausstoß von Treibhausgasen damit nur leicht abmildern.
Im globalen Maßstab ist es nach Einschätzung des
Bundesumweltministeriums bisher nicht gelungen, den Stellenwert der
Erneuerbaren Energien deutlich auszubauen.
Freitag, 11. November 2011
Montag, 7. November 2011
Abschaltung von Windenergieanlagen
Berlin (opm) - Die Abschaltung von Windenergieanlagen aufgrund von
Netzengpässen nimmt deutlich zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie
des Beratungsunternehmens ECOFYS im Auftrag des Bundesverbandes
WindEnergie e.V. (BWE).
Demnach sind im Jahr 2010 bis zu 150 Gigawattstunden Windstrom verloren gegangen, weil die Netzbetreiber Anlagen abgeschaltet haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um bis zu 69 Prozent. „Das sind alarmierende Werte. Hier geht wertvoller CO2-freier Strom verloren, nur weil der Netzausbau seit Jahren verschleppt wird. Vor dem Hintergrund, dass 2010 ein eher schlechtes Windjahr war, ist in den nächsten Jahren sogar noch von einer steigenden Tendenz auszugehen“, betont der Präsident des BWE, Hermann Albers.
Das Erneuerbare Energien Gesetz regelt, dass die Betreiber der abgeschalteten Windenergieanlagen vom Netzbetreiber für den Ausfall entschädigt werden. Allerdings kommt es hier zu Problemen: „Es mehren sich die Rückmeldungen unserer Mitgliedsunternehmen, dass die Ersatzzahlungen zum Teil sehr verzögert ausgezahlt werden. Wir haben auch deswegen ECOFYS mit der Erhebung unabhängiger Zahlen beauftragt, weil sich die Angaben der Bundesnetzagentur zum Einspeisemanagement größtenteils auf die Meldungen der Netzbetreiber zu bereits entschädigten Abschaltungen beziehen,“ so Hermann Albers.
Die meisten Abschaltungen wurden von der E.ON Netz GmbH durchgeführt: Etwa vier Fünftel der EinsMan-Maßnahmen fanden in ihrem Netzgebiet statt. Daneben stiegen auch in anderen Netzgebieten die Abschaltungen und es kamen neu betroffene Netzgebiete hinzu. In Hinblick auf die Art der Abschaltung kommt die ECOFYS-Studie zu dem Schluss, dass zwar die meisten Netzbetreiber nach § 11 EEG schalten, jedoch haben auch die Abschaltungen nach §13.2 EnWG stark zugenommen. Diese werden im Gegensatz zu den Abschaltungen nach EEG nicht entschädigt.
Demnach sind im Jahr 2010 bis zu 150 Gigawattstunden Windstrom verloren gegangen, weil die Netzbetreiber Anlagen abgeschaltet haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um bis zu 69 Prozent. „Das sind alarmierende Werte. Hier geht wertvoller CO2-freier Strom verloren, nur weil der Netzausbau seit Jahren verschleppt wird. Vor dem Hintergrund, dass 2010 ein eher schlechtes Windjahr war, ist in den nächsten Jahren sogar noch von einer steigenden Tendenz auszugehen“, betont der Präsident des BWE, Hermann Albers.
Das Erneuerbare Energien Gesetz regelt, dass die Betreiber der abgeschalteten Windenergieanlagen vom Netzbetreiber für den Ausfall entschädigt werden. Allerdings kommt es hier zu Problemen: „Es mehren sich die Rückmeldungen unserer Mitgliedsunternehmen, dass die Ersatzzahlungen zum Teil sehr verzögert ausgezahlt werden. Wir haben auch deswegen ECOFYS mit der Erhebung unabhängiger Zahlen beauftragt, weil sich die Angaben der Bundesnetzagentur zum Einspeisemanagement größtenteils auf die Meldungen der Netzbetreiber zu bereits entschädigten Abschaltungen beziehen,“ so Hermann Albers.
Die meisten Abschaltungen wurden von der E.ON Netz GmbH durchgeführt: Etwa vier Fünftel der EinsMan-Maßnahmen fanden in ihrem Netzgebiet statt. Daneben stiegen auch in anderen Netzgebieten die Abschaltungen und es kamen neu betroffene Netzgebiete hinzu. In Hinblick auf die Art der Abschaltung kommt die ECOFYS-Studie zu dem Schluss, dass zwar die meisten Netzbetreiber nach § 11 EEG schalten, jedoch haben auch die Abschaltungen nach §13.2 EnWG stark zugenommen. Diese werden im Gegensatz zu den Abschaltungen nach EEG nicht entschädigt.
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Erneuerbare Energie in Bürgerhand
Berlin (opm) - Privatleute treiben die Energiewende voran.
Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland sind Bürgerinnen und Bürger die mit Abstand wichtigste Gruppe unter den Investoren. Mehr als 50 Prozent der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen befinden sich im Eigentum von Privatpersonen und Landwirten. Für die Energiewende ist das Engagement von Privatpersonen damit ein entscheidener Impuls.
In den Sparten Photovoltaik und Windenergie sind Privatpersonen traditionell die wichtigste Gruppe unter den Investoren. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut trend: research und das Klaus Novy-Institut (KNi).
Außerdem geht aus der Studie hervor, dass im Bereich Windenergie onshore mehr als jedes dritte installierte Magawatt im Jahr 2010 von Privatleuten investiert wurde. Ihr Anteil an der insgesamt installierten Leistung lag sogar bei mehr als 51 Prozent.
Beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland sind Bürgerinnen und Bürger die mit Abstand wichtigste Gruppe unter den Investoren. Mehr als 50 Prozent der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen befinden sich im Eigentum von Privatpersonen und Landwirten. Für die Energiewende ist das Engagement von Privatpersonen damit ein entscheidener Impuls.
In den Sparten Photovoltaik und Windenergie sind Privatpersonen traditionell die wichtigste Gruppe unter den Investoren. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut trend: research und das Klaus Novy-Institut (KNi).
Außerdem geht aus der Studie hervor, dass im Bereich Windenergie onshore mehr als jedes dritte installierte Magawatt im Jahr 2010 von Privatleuten investiert wurde. Ihr Anteil an der insgesamt installierten Leistung lag sogar bei mehr als 51 Prozent.
Freitag, 16. September 2011
Erneuerbare Energie setzt sich durch
Allein durch strenge Nachhaltigkeitskriterien und die Anwendung bereits vorhandener Technologien kann annährend der komplette globale Energiebedarf bis 2050 aus erneuerbaren Quellen stammen.
Dies zeigt eine Studie des WWF und des internationalen Energieunternehmens Ecofys. Eine zentrale Rolle in diesen Entwicklungen spielen laut der Studie die Unternehmen: Entscheidend für den Erfolg sind eine Entwicklung hin zu einem weltweit nachhaltigen Lebensstil und die Bereitschaft für eine umfassende Vorfinanzierung.
Die Wege zum sauberen Energiesystem liegen vor allem in moderner und innovativer Technik den enormen Ensparungsmöglichkeiten bei Gebäuden, im Verkehr und der Industrie, in Energieeffizienz und in intelligenten konzipierten Stromnetzen. Erneuerbare, saubere Energien und Kreislaufwirtschaftsprozesse wie Recycling sind weitere tragende Elemente. Ein nachhaltiges Energiesystem spart laut Studie vier Billionen Euro pro Jahr.
Donnerstag, 1. September 2011
AndersInvestieren - der Investmentbrief zur nachhaltigen Geldanlage
Landshut (opm) – Nachhaltige Geldanlagen sind der Star unter den Finanzprodukten. Ökologisch Geld anzulegen verschafft dem Anleger eine innere Zufriedenheit und nebenbei auch gute Renditen. Derzeit ist alles „grün“. Doch können Sie die Spreu vom Weizen trennen? Wir klären Sie auf!
Nachhaltige Beteiligungsmodelle sind so gefragt wie nie. Nach der Katastrophe in Fukushima haben Sicherheit, Klimaschutz und die Unabhängigkeit von Energieimporten eine ganz andere Bedeutung in der Gesellschaft. Einer Umfrage von TNS Infratest zufolge halten 94 Prozent der Bundesbürger den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien für "wichtig" bis sogar für "sehr wichtig".
Ein besonderes Augenmerk verdient das Editorial des Herausgebers Edmund Pelikan, der die Möglichkeiten für Emissionshäuser oder Solarparkbetreiber im Allgemeinen erläutert, um auch noch kurzfristig von den höheren Erträgen über die EEG-Einspeisesätze zu profitieren.
Der Investmentbrief „AndersInvestieren“ gibt mit dem 12-seitigen Journal einen aktuellen und informativen Marktüberblick über die Kernkompetenzfelder von offenen und geschlossenen Fondsprodukten. Besonders hervorzuheben sind in der September-Ausgabe die Segmente nachhaltige Rentenfonds und Green Building.
Den vierteljährlich erscheinenden Investmentbrief können Sie über drei Wege erhalten:
„AndersInvestieren“ ist für Abonnenten des Fachmagazins „BeteiligungsReport®“ in der Printausgabe als Beihefter integriert. Alle anderen interessierten Leser können auf dem verlagseigenen tagaktuellen Newsportal www.beteiligungsreport.de den Investmentbrief als kostenfreies eMagazin oder als 3D-Magazinversion unter www.issuu.com/beteiligungsreport ansehen. Des Weiteren ist die Publikation auch im Appstore unter dem gratis iPad-App/iPhone-App „epk kiosk“ mit weiteren Zusatzfunktionen verfügbar. Alle elektronischen kostenfreien Magazinversionen sind Vollversionen. Somit erhält jeder Leser gratis das grenzenlose Insiderwissen.
ndersInvestieren [zur kostenlosen Online-Ausgabe]
Dienstag, 30. August 2011
Erneuerbare Energien liefern mehr als 20 Prozent des Stroms
Berlin (opm) - Anteil der Windenergie steigt im ersten Halbjahr auf 7,5 Prozent.
Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten die Erneuerbaren Enerigen im ersten Halbjahr 2011 mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent.
Die Windenergie bleibt mit einem Anteil von 7,5 Prozent die wichtigste regenerative Energie. Gefolgt von Biomasse mit 5,6 Prozent. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag fast verdoppeln und damit die Wasserkraft zum ersten Mal vom dritten Platz verdrängen. Insgesamt lieferten die Photovoltaikanlagen 3,5 Prozent des Stroms. Aufgrund der Witterungsverhältnisse lag der Anteil der Wasserkraft bei 3,3 Prozent.
Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckten die Erneuerbaren Enerigen im ersten Halbjahr 2011 mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent.
Die Windenergie bleibt mit einem Anteil von 7,5 Prozent die wichtigste regenerative Energie. Gefolgt von Biomasse mit 5,6 Prozent. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag fast verdoppeln und damit die Wasserkraft zum ersten Mal vom dritten Platz verdrängen. Insgesamt lieferten die Photovoltaikanlagen 3,5 Prozent des Stroms. Aufgrund der Witterungsverhältnisse lag der Anteil der Wasserkraft bei 3,3 Prozent.
Freitag, 26. August 2011
Windenergie bringt Beschäftigung
Nürnberg (opm) - Insgesamt arbeiten heute mehr als 367.000 Menschen in der Brache der Erneuerbaren Energien, wobei allein die Windenergie knapp 100.000 Arbeitsplätze stellt.
Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) hat nun erstmals die Arbeitsplatzverteilung der Windindustrie bundesländergenau errechnet und eine Vorausschau auf die zukünftige Entwicklung vorgenommen. Dabei wird deutlich, dass nicht nur der windreiche Norden von den Beschäftigungseffekten profitiert.
Insbesondere die Elektronik- und der Maschinenbausektor vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen profitieren von der Windenergienutzung. Im Schnitt entfallen auf jeden direkt in der Onshore-Windindustrie angesiedelten Arbeitsplatz etwa 1,4 Personen, die in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen Beschäftigung finden.
Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) hat nun erstmals die Arbeitsplatzverteilung der Windindustrie bundesländergenau errechnet und eine Vorausschau auf die zukünftige Entwicklung vorgenommen. Dabei wird deutlich, dass nicht nur der windreiche Norden von den Beschäftigungseffekten profitiert.
Insbesondere die Elektronik- und der Maschinenbausektor vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen profitieren von der Windenergienutzung. Im Schnitt entfallen auf jeden direkt in der Onshore-Windindustrie angesiedelten Arbeitsplatz etwa 1,4 Personen, die in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen Beschäftigung finden.
Die Autoren erwarten für die Entwicklung bis 2030 weiterhin einen positiven Aufwärtstrend. Insgesamt werden dann laut GWS bei entsprechenden Rahmenbedingungen bis 2030 über 165.000 Menschen in der Onshore-Windenergie arbeiten.
Donnerstag, 25. August 2011
Wie der Staat mit dem (nichtvorhandenen) Geld umgeht
Landshut (ops) - Eigentlich sollte man aus Schaden klug werden, aber nun werden die gleichen Fehler, die jetzt bei den deutschen Landesbanken (WestLB und SachsenLB) korrigiert werden, nun mit dem europäischen Rettungsfonds auf europäischer Ebene wiederholt.
Erwin Grandinger schrieb in seiner Kolumne in der Welt vom 11. August 2011: "Der neue europäische Rettungsfonds ist nun eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV), die verschachtelt und verpackt forderungsbesicherte Wertpapiere (ähnlich synthetischer CDOs) herausgibt."
Erwin Grandinger schrieb in seiner Kolumne in der Welt vom 11. August 2011: "Der neue europäische Rettungsfonds ist nun eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV), die verschachtelt und verpackt forderungsbesicherte Wertpapiere (ähnlich synthetischer CDOs) herausgibt."
Freitag, 17. Juni 2011
Neue Förderaktionen für erneuerbare Energien
Neue Förderkonditionen für erneuerbare Energien
Das Bundesumweltministerium verbessert die Förderkonditionen für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien.
Die neuen Richtlinien für Solarkollektoren:
1. (Befristete) Erhöhung der Basisförderung für Solarkollektoren kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung auf 120 Euro/Quadratmeter (m2) bis 30. Dezember 2011, danach beträgt die Förderung wieder 90 Euro m2.
2. Der bisher befristete Kesseltauschbonus wird unbefristet verlängert, aber degressiv ausgestaltet. Der Bonus beträgt 600 Euro (früher 400 Euro) bis zum 30. Dezember 2011, danach 500 Euro.
3. Der Kombinationsbonus für Solarthermie plus Wärmepumpe oder Solarthermie plus Biomasse beträgt ebenfalls 600 Euro (früher 500 Euro) bis zum 30. Dezember 2011, danach nur noch 500 Euro.
Die neuen Richtlinien für Biomassekessel:
1.) Wiedereinführung der Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln. Diese müssen als Fördervoraussetzung einen besonders niedrigen Staubwert von maximal 15 Milligramm pro Kubikmeter einhalten. Die Förderung beträgt pauschal
1.000 Euro.
2.) Alle bisherigen Förderungen bei Pellet-Öfen mit Wassertasche, Pellet- Kesseln (auch Kombinationskessel) und Holzhackschnitzelanlagen bleiben unverändert.
Die neuen Richtlinien für Wärmepumpen:
1.) Die technischen Förderanforderungen wurden überarbeitet. Die geforderten Jahresarbeitszahlen wurden abgesenkt.
2.) Die Förderung für Wärmepumpen wird auf einen anderen Bemessungsmaßstab umgestellt (statt früher Wohnfläche
jetzt auf Wärmeleistung). Das bisherige Förderniveau bleibt etwa erhalten.
Die neuen Richtlinien bei KfW-Förderung:
1.) Große Wärmepumpen werden neu in die KfW-Förderung aufgenommen.
2.) Wegfall der Förderung für Biogasleitungen
3.) Fortführung der Ende 2010 ausgelaufenen Förderung für kleine Biogasaufbereitungsanlagen
Orientierung bei nachhaltigen Aktieninvestitionen
Orientierung bei nachhaltigen Aktieninvestitionen
Die Kennzahlen basieren auf Research von Sustainalytics. Das Analysehaus ist auf verantwortliche Geldanlagen spezialisiert und bewertet die Nachhaltigkeit der Aktivitäten der Unternehmen. Dabei erfolgt die Analyse nach dem so genannten ESG Ansatz - in den Themen Umwelt (E für den englischen Begriff Environment), gesellschaftliche Verantwortung (S für Social) und Unternehmensführung (G für Governance). Insgesamt erhebt Sustainalytics rund 100 Indikatoren. Im Bereich Umwelt werden Unternehmen in Bezug auf ihren ökologischen Fußabdruck hin untersucht, beispielsweise ob ökologische Faktoren bei der Entwicklung on Produkten und Dienstleistungen einbezogen werden oder ob die Beschaffung nachhaltig ist. Im Bereich Soziales wird geprüft, ob Unternehmen gegen Arbeitnehmerrechte verstoßen, Kinder- oder Zwangsarbeit tolerieren, Kartelle bilden, Preisabsprachen treffen oder negativ auf ihre direkte Umwelt, den Gemeinden, in denen die wirtschaften, wirken. Hinsichtlich der Unternehmensführungen schlagen sich Bestechung, Korruption oder mangelnde Transparenz negativ auf das Rating nieder. Für die Ermittlung der Schlüsselindikatoren nutzt Sustainalytics eine große Bandbreite an Quellen, wie etwa Unternehmenskommunikation, Unternehmens- Websites, Medienberichte, Informationen von so genannten NG Os - Nicht-Regierungsorganisationen, staatlichen Stellen und der direkte Dialog mit dem Unternehmen selbst. Internes Qualitätsmanagement soll zudem onsistenz und Qualität er Analysen sicherstellen. uf Grundlage der gesammelten Daten erstellt Sustainalytics zu jedem Unternehmen ein Rating der Nachhaltigkeits-Performance. Zu jedem untersuchten Indikator wird ein Wert zwischen 0 als minimal möglichem und 100 als maximal möglichem Ergebnis ermittelt. Diese Werte werden in weiteren Schritten branchen- und themenspezifisch gewichtet. Die abschließende Bewertung, der ESG -Wert eines Unternehmens reicht dabei von 0 bei keinerlei Nachhaltigkeitsaktivitäten bis 100 bei umfassenden Nachhaltigkeitsaktivitäten
Quelle: Börse Frankfurt
Der Mainstream selbst muss nachhaltig werden.
Der Mainstream selbst muss nachhaltig werden!
Wie weit ist das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG ) in den ersten zehn Jahren seines Bestehens seinem Kernziel, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, nähergekommen? Was ist zu tun, damit Nachhaltigkeit künftig bei allen Investments als zentrales Kriterium Berücksichtigung findet? Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen die nachhaltigen Anlagemärkte in Deutsch land, in Österreich, in der Schweiz, in Liechtenstein und in Europa insgesamt? Antworten und Anregungen zu diesen und weiteren Fragen geben 12 Gastautorinnen und Gastautoren aus der Nachhaltigkeitsszene in der Festschrift zum zehnjährigen Verbandsjubiläum, die das FNG am 7. April in Berlin veröffentlicht hat. Ein persönlicher Rückblick von Walter Kahlenborn, der das FNG mitgegründet hat und dann über zehn Jahre hinweg zunächst Vorsitzender, nachfolgend Geschäftsführer und schließlich stellvertretender Vorstandsvorsitzender war, rundet die Jubiläumsschrift ab. Ein Thema, das viele der Gratulantinnen und Gratulanten beschäftigt, ist die Finanz- und Wirtschaftskrise. So spricht sich Dr. Klaus Gabriel, Geschäftsführer des Corporate Responsibility Interface Center (CR IC e.V.), in seinem Beitrag dafür aus, „die aktuelle Finanzkrise nicht nur als eine Herausforderung, sondern auch als Chance für eine Neuausrichtung der Finanzwirtschaft unter der Zielperspektive einer nachhaltigen Entwicklung zu sehen.“ Antje Schneeweiß, Buchautorin, Mitarbeiterin des SÜDWIND -Instituts und FNG -Gründungsmitglied, fordert, Lehren aus der Krise zu ziehen und „die Finanzwirtschaft als solche unter dem Licht der Nachhaltigkeit zu betrachten.“
Mit den Herausforderungen, die auf Industriegesellschaften beim Übergang zu einer Postwachstumsgesellschaft zukommen, befasst sich Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, in ihrem Artikel. Mehr Fantasie in der Investmentfondswelt fordert Prof. Dr. Henry Schäfer von der Universität Stuttgart in seinem Plädoyer für einen Aufbruch in die Generation nachhaltige Geldanlagen 2.0. Und Dr. Christoph Weber-Berg von der Hochschule für Wirtschaft n Zürich erklärt, warum irtschaftliche Nachhaltigkeit Pflicht ist. Auf die Bedeutung der nachhaltigen Finanzbranche für den Klimaschutz weist Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in seinem Grußwort hin. Dr. Ignacio Campino streicht in seinem Beitrag die Bedeutung der institutionellen Investoren heraus. „Sie sind ganz entscheidend dafür, nachhaltige Geldanlagen einen Autorinnen und Autoren dieser Festschrift verdanken wir wertvolle Hinweise dafür, wie der Weg dorthin beschritten werden kann.“ Das FNG , der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wurde 2001 mit einigen überzeugten Anhängern des Nachhaltigkeitsgedankens gegründet. Mittlerweile hat das FNG rund 140 Mitglieder, zu denen unter anderem Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Versicherungen, Ratingagenturen, Finanzberater und wissenschaftliche Einrichtungen zählen. Einen wichtigen Beitrag zur Festschrift haben auch die Jubiläumssponsoren geleistet. Das FNG bedankt sich bei der Bank für Kirche und Caritas, der Bank Sarasin und der Bank Vontobel, bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft EKK, der ERSTE -SPAR INVEST KAG und Sustainalytics. Die Festschrift steht auf der Homepage www.forum-ng.org zum kostenlosen Download bereit. Entscheidenden Schritt voranzubringen“, schreibt der Beauftragte des Vorstandes der Deutschen Telekom für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Der FNG –Vorstandsvorsitzende Volker Weber und die FNG –Geschäftsführerin Claudia Tober resümieren im Vorwort zur Festschrift: „Um die Zukunft konsequent nachhaltig zu gestalten, reicht es nicht aus, nur einen Teil der Investments nachhaltig auszurichten.“ Und weiter: „Der Mainstream selbst muss nachhaltig werden.
Wer schützt Anleger vor dem Staat?
Sich auf Finanzethik zu berufen ist erste Politikerpflicht. Die herrschende Klasse macht sich an aller vorderster Front stark für Anlegerrechte und beschließt mit Pauken und Trompeten neue Schutzbestimmungen, die angeblich den Kleininvestor vor Schaden bewahren sollen. Dies alles verdeckt aber lediglich die seit Jahren herrschende groß angelegte Anlegertäuschung, die von Staats wegen vollzogen wird. Denn der Staat ist nicht mit privatwirtschaftlichen Maßstäben zu messen, da er ein Gesetz, das ihm nicht passt, einfach ändert. Merkels Wort von der alternativlosen Rettung der Eurozone wird in die Geschichtsbücher als kompetenzfreies Laienspiel eingehen. Im Folgenden einige Beispiele , die diese vorstehende Behauptung unterstreichen:
Lieblingsthema Sicherheit
Im magischen Dreieck bzw. Investitionsviereck wird von den Anlegern vor allem in Krisenzeiten das Wort Sicherheit hochgehalten. Geschlossene Fonds gelten hierbei als besonders unsicher, Festgeld oder Staatspapiere als besonders sicher. Dass hinter vielen
geschlossenen Fonds nachhaltige Sachwerte stehen, wird dabei geflissentlich verschwiegen. Staatsanleihen mancher Länder können hingegen als waffenscheinpflichtig angesehen werden. Der Grund liegt in der explodierenden Staatsverschuldung und der fehlenden
Haushaltsdisziplin der Politikerkaste. Inzwischen ist klar, dass Portugal, Irland und Griechenland in der Eurozone ohne die Hilfe der anderen EU - Staaten längst pleite wären. Kürzlich hat in einem Beitrag der Welt online ein amtierender Minister der griechischen Regierung zugegeben, dass von Anfang der Krise an klar war, dass Griechenland umschulden müsse. Hierbei ist der Begriff „Umschuldung“ wiederum eine Verniedlichung – da er nichts anderes bedeutet als eine Verlängerung der Rückzahlzeit, eine Kürzung der Zinsen und/oder eine quotale Absenkung des Rückzahlbetrags. So kann es passieren, dass beispielsweise ein Anlegervon griechischen Staatsanleihen, der sich mit 90 Prozent nach Beginn der Krise mit Anleihen eingedeckt hat, lediglich nur mehr 80 Prozent zurückerhält. Dass hierbei Vorsatz zum Anlegerbetrug herrscht, sieht man in einem Zitat eines „hochrangigen“ IWFVertreters in eben diesem Zeitungsbeitrag, der bestätigt, dass man zu Beginn der Unterstützungsmaßnahme vereinbart hatte, eine Umschuldung bis zum letzten Augenblick zu dementieren. Wenn dies eine Aktiengesellschaft nach geltendem Aktienrecht machen würde, würden die Vorstände angeklagt werden. Aber selbst Deutschland würde nach privatrechtlichen Maßstäben nicht sehr gut dastehen, denn neben rund zwei Billionen Euro Schulden stehen laut Medienberichten rund drei Billionen Euro zukünftige Verbindlichkeiten wegen Renten forderungen von Staatsdienern in den Büchern. Ganz zu schweigen von weiteren Schatten- und Nebenhaushalten. Aber auch die Kompetenz von staatlichen Kontrollinstanzen muss hinterfragt werden. So hatte die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) bei der Gründung der Noa-Bank übersehen, dass die für Banken übliche Eigenkapitalanforderung von frei verfügbaren fünf Millionen Euro anscheinend von den Noa-Bank Verantwortlichen umgangen wurde. hierbei stellt sich die Frage, wieso man den so genannten grauen Kapitalmarkt kontrollieren möchte, wenn man nicht einmal den weißen im Griff hat.
Wann wird Renditehunger zu Gier?
Derzeit wirbt eine große deutsche Bank mit zwei Prozent für Neukunden auf Festgeld, wohingegen der nicht so gut informierte Freund in der Fernsehwerbung nur ein halbes Prozent bekommt. Es scheint, dass Deutschland bescheiden geworden ist. Denn gute Renditesätze von fünf oder sieben Prozent sind - wie man am Beispiel Griechenland, Portugal oder Irland sieht - nur noch mit erhöhten Risiken verbunden. Aber ist das eine neue Erkenntnis? Zur allgemeinen Beruhigung kann man sagen, es war immer schon so. Nur will es keiner wahrhaben. Im Grunde des Herzens ist nämlich selbst der Deutsche ein Zocker. Jede Woche liefern viele Deutsche im Durchschnitt 12,50 Euro beim beliebtesten Optionsschein deutscher Haushalte ab. Es ist der Lottoschein mit einer quasi zielorientierten Vermögensvernichtung. Denn um einen Sechser mit einem durchschnittlichen Gewinn von 500.000 oder einer Million Euro zu ergattern,
muss er eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 1:14 Millionen überwinden. Das wäre so, wie wenn er in der südkoreanischen Hauptstadt
Seoul in der U-Bahn einen Schirm liegen lässt und dann eine beliebige Telefonnummer der Hauptstadt Seoul mit seinen 14 Millionen Anwohnern anruft und fragt, ob dieser Angerufene den Schirm gefunden hat. Und wir sprechen hier jetzt nur von einem Sechser und
nicht von einem Sechser mit Zusatzzahl. Dieser hat eine Wahrscheinlichkeit von 1:140 Millionen, also in etwa, in unser U-Bahnspiel übertragen, auf mehr als eineinhalbmal Deutschland. Wenn der eifrige Lottospieler diesen wöchentlichen Spieleinsatz – also insgesamt 50 Euro pro Monat – in einen Aktienfonds investieren würde, hätte er nach dreißig Jahren ein deutlich sechsstelliges Vermögen angespart. Aber Sie merken, auf was ich hinaus will. Der Anleger würde jetzt sagen, nein, Aktienfonds sind mir zu risikoreich.
Neurofinanzwissenschaftliche Untersuchungen haben interessanterweise ergeben, dass bei einem genügend hohen Zinssatz jedoch jeglicher Zweifel ausgeschaltet wird. So ist zu erklären, warum zwar Anleger bei acht oder zehn Prozent misstrauisch werden, dieselben
Investoren bei 20 Prozent jedoch die Geldanlage zeichnen wie derzeit bei griechischen Anleihen.
Nachhaltigkeit ist en vogue
Nachhaltigkeit ist doch etwas Schönes. Alle reden darüber, aber jeder versteht etwas anderes darunter. Dies hat für Nutzer des Wortes einen entscheidenden Vorteil, weil sie sich an nichts halten müssen. Verbindliche Definitionen sind selten und auch schwierig. Denn bei dem Wort Nachhaltigkeit handelt es sich um einen nicht normativen Begriff, ähnlich wie Gerechtigkeit, Sicherheit oder Schönheit. Aber er hört sich nun einmal verdammt gut an. Alles ist derzeit nachhaltig: Der Unternehmenszweck, die Bilanz, die Ziele, die Produktion bis hin zur Geldanlage. Eine Orientierung kann man bekommen, wenn man sich weitere Fragen stellt. Ist eine nachhaltige Geldanlage sinnvoll? Ist die Investition mit gesundem Menschenverstand betrachtet in Ordnung? Kann ich meine Lebensziele und Wertevorstellungen mit dieser Geldanlage vereinbaren? Und allein an den Fragestellungen sieht man, dass eine nachhaltige Geldanlage sehr stark von der individuellen Vorstellung und den Wünschen abhängt. Um auf unsere Ausgangsthematik zurückzukommen und eine Versicherungsanlage zu zeichnen, sollte man sich die Zeit nehmen, den Paragraphen 89 Absatz 2 des Versicherungsaufsichtsgesetzes zu lesen. Hierin wird beschrieben, dass im Falle einer Insolvenz eines Versicherungsunternehmens die Versicherungsgesellschaft Leistungen aus den Versicherungsverträgen kürzen oder einstellen kann. Die Pflicht aber der Beitragszahlung des Versicherungsnehmers bleibt bestehen. Diesen Paragraphen verantwortet eine Bundesregierung ebenso wie gerade die viel diskutierte Zahlungsverpflichtung von Atombetreibern in den erneuerbaren Energiefonds. Bei letzteren sollen Atomkonzerne weiterhin Abgaben zum Ausbau der erneuerbaren
Energien jährlich bezahlen, obwohl durch den Atomausstieg sie mit den Atomkraftwerken keinen oder nur einen geringen Ertrag erzielen. Ein Politiker, der dies mit Überzeugung fordert, ist derart von der Wirklichkeit entrückt, dass er eher heute als morgen sein Amt aufgeben sollte. An diesen Beispielen wollte ich aufzeigen, dass wir weit weg sind von dem Thema einer angewandten Finanzethik, sondern dass ganz einfache Dinge wie Vertragswahrheit, Vertragsklarheit und Transparenz wünschenswert wären. Keinen vorsätzlichen Betrug am Anleger zu begehen, sollten vorrangiges Ziel und Mindestvoraussetzung von Politikern sein. Welchen Erfolg die Politik in der Führung von Unternehmen, insbesondere von Banken, gezeigt hat, sieht man an Beispielen wie der KfW bzw. der IKW oder der HRE .
Mittwoch, 13. April 2011
Die nächste Kürzung der Solarstromvergütung kommt
Laut Bundesnetzagentur wurden im letzten Jahr rund 7 GWp (Gigawattpeak) Photovoltaikleistung bundesweit neu installiert. Für die Branche ein Erfolg, trotz der drastische Vergütungskürzungen. Denn im Vergleich zum Jahr 2009 wird Strom aus Anfang des Jahres 2011 in Betrieb genommenen Anlagen mit 35 % weniger vergütet. Eine noch höhere Absenkung fordern Kritiker der Solarenergie. Der Branchenverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Bundesumweltminister Röttgen (CDU) haben sich schon im Januar darauf verständigt, die Vergütung bei einer hochgerechneten Neuinstallation von über 3,5 GWp bereits zum 1. Juli 2011 zu senken, vorbehaltlich des gesetzlichen Beschlusses versteht sich. Basis für die Berechung der Absenkung wäre die neu installierte Photovoltaikleistung in den Monaten März bis Mai 2011. Die Kürzung würde je nach Marktwachstum abermals zwischen 3 und 15 % betragen.
Initiatoren mit Solarfonds im Bundesgebiet, stehen erneut vor der Hausforderung attraktive Beteiligungen zu konzipieren. Im Klartext: der Kaufpreis und die laufenden Kosten müssen so niedrig sein, dass die Rendite für den Anleger stimmt. Andernfalls bleiben die Zeichnungen aus, der Fonds verkommt zum Ladenhüter.
Der Chef, der auf Umweltfonds spezialisierten Chorus Gruppe, Peter Heidecker ist hingegen skeptisch und erklärt „Im Moment ermöglichen die Modulpreise eigentlich noch keine Anschaffungskosten, die zu ordentlichen Fondsrenditen führen. Ich befürchte, dass sich bei neu auf den Zug aufgesprungenen Initiatoren in der einen oder anderen Fondskalkulation Fehler wiederfinden und in deren Folge die Fondsprognose nicht erreicht wird. Zu niedrig angesetzte Fremdfinanzierungskosten, zu geringe Wartungskosten oder auch unrealistische Verkaufserlöse sind Stellschrauben, um die Prognoserendite optisch zu puschen.“
Die Kürzungen in Deutschland sind ein Grund, weswegen zahlreiche Initiatoren den Weg ins Ausland suchen. Doch auch hier haben Initiatoren mit Kürzungen und Begrenzungen zu rechnen, jedenfalls dann, wenn ein gesetzlich geregelter Vergütungsmechanismus besteht.
Italien beispielsweise senkt die Vergütung mittelgroßer Solarparks vom 34,56 ct / kWh in 2010 in drei Schritten auf 25,6 ct / kWh bis Ende 2011 ab. Eine Hürde, die aus Sicht der Konzeption zu meistern ist, sagt Hermann Klughardt, Geschäftsführer von Voigt & Collegen aus Düsseldorf. „Wir als Emissionshaus und unsere Generalunternehmer können auf dieser Basis planen. Dank höherer Sonnenscheindauer und fallender Gestehungskosten, können sinkende Einspeisevergütungen ausgeglichen werden“.
Schwieriger ist die Situation in Frankreich, konstatiert Max-Robert Hug von Leonidas. „Bereits zum 01.09.2010 wurde die Vergütung um 10 % reduziert. Seit Dezember steht zudem fest, dass durch das eingeführte Moratorium nur noch Anlagen, bei denen noch bis August 2010 die Genehmigung beantragt, bestätigt und der Netzeinspeisepunkt bezahlt wurden, die hohe Vergütung aus dem ersten Halbjahr 2010 behalten wird.
Viel weiter im Westen, in Kanada laufen die Projektprüfungen bei MPC Capital auf Hochtouren. „Die Rahmenbedingungen des Solarstandortes Ontario im Süden Kanadas sind überzeugend. Uns liegen zahlreiche interessante Angebote vor“, sagt Michael Benninghoff, Pressesprecher des Hamburger Emissionshauses. „Doch in unserer Due Diligence zeigt sich: nicht jedes Projekt hält, was es im Angebot verspricht.“
Für Ulrich Uhlenhut, Vorstand der Wattner AG, liegt neben Großbritannien ein künftiger Markt in den USA. Eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung gibt es in den Vereinigten Staaten nicht. „Mit individuellen Power Purchase Agreements (PPA), etwa mit lokalen Energieversorgern, ist der langfristige Verkauf und die Vergütung des erzeugten Stroms abgesichert. Politische Stabilität, und ein ähnliches Werteverständnis sprechen unter anderem für den Standort USA.“
Fazit: Fondsinitiatoren sind verstärkt auch im Ausland auf der Suche nach Solarparks. Länder rücken ins Blickfeld, in denen individuelle Vereinbarungen und keine gesetzlichen Vergütungsregelungen den Stromverkauf sichern. Bei Fonds mit über Marktniveau liegenden Rendite bzw. Ausschüttungsprognosen ist zu prüfen, ob die Kalkulationsannahmen auf realistischem Niveau getroffen sind.
Beteiligungen in Stiftungen einbringen
Ausgangsgedanke
Ob mit kleinem oder großem Vermögen: Ziel aller Anleger (institutionell oder privat) ist es, eine möglichst hohe Rendite bei möglichst großer Sicherheit zu erzielen. Im Stiftungsvermögen kommt noch eine weitere Besonderheit hinzu: Um den Stiftungszweck zu erfüllen, sowie um ggf. den Stifter oder seine Familie und Nachkommen versorgen zu können, müssen regelmäßige Ausschüttungen generiert werden. Aus diesem Grunde haben Investmentgesellschaften spezielle Stiftungsfonds aufgelegt, die allerdings sehr stark in traditionellen Anlageformen verankert sind (meistens sind diese Fonds sehr anleihenlastig).
Traditionelle Anlageformen, also festverzinsliche Wertpapiere und Aktien, sind fester Bestandteil eines Portfolios. Die Renditechancen eines Vermögensportfolios steigen - bei gleichzeitig steigender Sicherheit - durch Beimischung traditioneller Anlageformen. Für diese Erkenntnis erhielt der Amerikaner Harry M. Markowitz 1990 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
Hinzu kommt noch eine weitere Besonderheit der derzeitigen volkswirtschaftlichen Situation. Nach wie vor sind Staatsanleihen viel zu hoch bewertet und in Zeiten in denen der Staat mit einer Schildkröte Privatanleger zum Kauf seiner Anleihen bewegen möchte, sollten gerade Stiftungen, traditionelle Kunden der Anleihen, darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre, Gewinne mitzunehmen und zum Teil umzuschichten. Die immense Staatsverschuldung, die sich wie ein roter Faden durch die Staatengemeinschaften zieht, tut ein Übriges hinzu.
Beteiligungen in Krisenzeiten
Die Beimischung von geschlossenen Fonds ist ein wichtiger Baustein für jedes Portfolio. Die nachfolgende Übersicht zeigt, in welchem Verhältnis die Werte der geschlossenen Fonds im Vergleich zu den Aktienmärkten in Zeiten großer Finanzkrisen standen.
Erst die Beimischung von alternativen Investments gegenüber Aktien und Renten führt zu einer optimalen Mischung zwischen Rendite und Risiko. Gerade bei der letzten Finanzkrise mag das Ergebnis sehr überraschen. Fairerweise muss man auch zugeben, dass es insofern auch verzerrt wird, als das die Assets vieler Geschlossenen Fonds (vom Schiff bis zur Immobilie in London) an Wert verloren haben, selbst dann wenn Ausschüttungen geleistet werden konnten.
Steuerliche und rechtliche ÜberlegungenGrundsätzlich ist Folgendes zu beachten: Unterhält die Stiftung einen Geschäftsbetrieb, gilt der ermäßigte Steuersatz von 7%. §12 Abs. 2 Nr. 8a UStG. Hingegen sind Einnahmen aus Kapitalvermögen steuerfrei. In der Satzung der Stiftung sollten Investitionsgrundsätze nicht zu eng gefasst sein, um möglichst viele Chancen wahrnehmen zu können.
Bei geschlossenen Fonds muss grundsätzlich beachtet werden, dass eine Veräußerung meistens nur über den so genannten Zweitmarkt erfolgen kann und somit keine tägliche Verfügbarkeit wie bei Investmentfonds erfolgt. Im Stiftungsvermögen ist diese geringe Liquidität eigentlich vernachlässigungswert, das der Kapitalstock über Jahrzehnte („für die Ewigkeit“) im Stiftungsvermögen verbleiben sollte.
Möglichkeiten von Beteiligungen im StiftungsvermögenWir möchten einige Beteiligungsmöglichkeiten kurz umreißen und an dieser Stelle auf defensive Möglichkeiten beschränken, die zudem eine stabile Ausschüttung versprechen. Die schon erwähnten Unsicherheiten am Anleihenmarkt mit den Szenarien von Zinssteigerungen und Inflationsängsten und gleichzeitig zum Teil immer noch sehr günstigen Einstieg bei Sachwerten lassen die Einbindung von Geschlossenen Fonds im derzeitigen Marktumfeld noch wichtiger erscheinen. Stiftungsvermögen sind in der Vergangenheit nicht durch Wirtschaftskrisen und schwachen Entwicklungen einzelner Anlageklassen vernichtet worden (mit einer entsprechenden Streuung ist dem durchaus entgegen zu wirken – sondern durch den Verfall von Währungen.
Stabile Erträge in Form von regelmäßigen Ausschüttungen stehen bei den Investments im Vordergrund. Als Klassiker kann hier der Geschlossene Immobilienfonds genannt werden. In erster Linie investieren diese Fonds in Büroimmobilien in bester Lage. Langfristige Mietverträge und bonitätsstarke Mieter sollten für einen stabilen Cash Flow sorgen. Das Angebot reicht von deutschen Immobilienfonds bis zu Angeboten in Japan oder Australien. Neben klassischen Büroimmobilien werden auch Einzelhandels-, Wohn- oder Logistik-Immobilienfonds angeboten. Immobilien-Zweitmarktfonds bieten zudem ein Portfolio von Immobilienfonds mit einer Zeichnung.
Als Beispiel eines erfolgreichen Stiftungsfonds wird immer wieder der Fonds der Yale Universität angeführt. Das Geheimnis war und ist die Beimischung konjunkturunabhängiger Assets wie Wald oder Rohstoffe (zum Beispiel Öl). Auch hier hat die Welt der Beteiligung einige Angebote. Auch der Private Equity Bereich, der bei Yale eine große Rolle spielt kann abgedeckt werden, wobei hier beachtet werden sollte, dass diese Fonds in der Regel keinen oder nur einen zu vernachlässigenden laufenden Ertrag liefern.
Selbst der volatile Schiffsbereich bietet Möglichkeiten der Investition. Im Zuge der einsetzenden Erholung von Weltwirtschaft und Welthandel mehren sich auch die Anzeichen für einen Aufschwung der Schifffahrtsmärkte. Dennoch führen nach wie vor niedrige Charterraten bei vielen ansonsten substanzstarken Schiffsgesellschaften zu Kapitalbedarf. Überbrückungskredite von Bankenseite sind aktuell schwer zu beschaffen. Viele Schiffsgesellschaften werben daher zusätzliches Kapital bei Investoren ein, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Dieses Erhöhungskapital ist mit attraktiven Konditionen ausgestattet und wird gegenüber dem ursprünglichen Eigenkapital vorrangig bedient.
Fazit:Gerade in Stiftungsvermögen erscheinen Geschlossene Fonds attraktiv. Hier sollte besonderer Wert auf eine stabile Ausschüttung gelegt werden. Eine Asset Allokation ähnlich der Stiftungsvermögen von Yale und Harvard ist zudem möglich.
Ob mit kleinem oder großem Vermögen: Ziel aller Anleger (institutionell oder privat) ist es, eine möglichst hohe Rendite bei möglichst großer Sicherheit zu erzielen. Im Stiftungsvermögen kommt noch eine weitere Besonderheit hinzu: Um den Stiftungszweck zu erfüllen, sowie um ggf. den Stifter oder seine Familie und Nachkommen versorgen zu können, müssen regelmäßige Ausschüttungen generiert werden. Aus diesem Grunde haben Investmentgesellschaften spezielle Stiftungsfonds aufgelegt, die allerdings sehr stark in traditionellen Anlageformen verankert sind (meistens sind diese Fonds sehr anleihenlastig).
Traditionelle Anlageformen, also festverzinsliche Wertpapiere und Aktien, sind fester Bestandteil eines Portfolios. Die Renditechancen eines Vermögensportfolios steigen - bei gleichzeitig steigender Sicherheit - durch Beimischung traditioneller Anlageformen. Für diese Erkenntnis erhielt der Amerikaner Harry M. Markowitz 1990 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
Hinzu kommt noch eine weitere Besonderheit der derzeitigen volkswirtschaftlichen Situation. Nach wie vor sind Staatsanleihen viel zu hoch bewertet und in Zeiten in denen der Staat mit einer Schildkröte Privatanleger zum Kauf seiner Anleihen bewegen möchte, sollten gerade Stiftungen, traditionelle Kunden der Anleihen, darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll wäre, Gewinne mitzunehmen und zum Teil umzuschichten. Die immense Staatsverschuldung, die sich wie ein roter Faden durch die Staatengemeinschaften zieht, tut ein Übriges hinzu.
Beteiligungen in Krisenzeiten
Die Beimischung von geschlossenen Fonds ist ein wichtiger Baustein für jedes Portfolio. Die nachfolgende Übersicht zeigt, in welchem Verhältnis die Werte der geschlossenen Fonds im Vergleich zu den Aktienmärkten in Zeiten großer Finanzkrisen standen.
Erst die Beimischung von alternativen Investments gegenüber Aktien und Renten führt zu einer optimalen Mischung zwischen Rendite und Risiko. Gerade bei der letzten Finanzkrise mag das Ergebnis sehr überraschen. Fairerweise muss man auch zugeben, dass es insofern auch verzerrt wird, als das die Assets vieler Geschlossenen Fonds (vom Schiff bis zur Immobilie in London) an Wert verloren haben, selbst dann wenn Ausschüttungen geleistet werden konnten.
Steuerliche und rechtliche ÜberlegungenGrundsätzlich ist Folgendes zu beachten: Unterhält die Stiftung einen Geschäftsbetrieb, gilt der ermäßigte Steuersatz von 7%. §12 Abs. 2 Nr. 8a UStG. Hingegen sind Einnahmen aus Kapitalvermögen steuerfrei. In der Satzung der Stiftung sollten Investitionsgrundsätze nicht zu eng gefasst sein, um möglichst viele Chancen wahrnehmen zu können.
Bei geschlossenen Fonds muss grundsätzlich beachtet werden, dass eine Veräußerung meistens nur über den so genannten Zweitmarkt erfolgen kann und somit keine tägliche Verfügbarkeit wie bei Investmentfonds erfolgt. Im Stiftungsvermögen ist diese geringe Liquidität eigentlich vernachlässigungswert, das der Kapitalstock über Jahrzehnte („für die Ewigkeit“) im Stiftungsvermögen verbleiben sollte.
Möglichkeiten von Beteiligungen im StiftungsvermögenWir möchten einige Beteiligungsmöglichkeiten kurz umreißen und an dieser Stelle auf defensive Möglichkeiten beschränken, die zudem eine stabile Ausschüttung versprechen. Die schon erwähnten Unsicherheiten am Anleihenmarkt mit den Szenarien von Zinssteigerungen und Inflationsängsten und gleichzeitig zum Teil immer noch sehr günstigen Einstieg bei Sachwerten lassen die Einbindung von Geschlossenen Fonds im derzeitigen Marktumfeld noch wichtiger erscheinen. Stiftungsvermögen sind in der Vergangenheit nicht durch Wirtschaftskrisen und schwachen Entwicklungen einzelner Anlageklassen vernichtet worden (mit einer entsprechenden Streuung ist dem durchaus entgegen zu wirken – sondern durch den Verfall von Währungen.
Stabile Erträge in Form von regelmäßigen Ausschüttungen stehen bei den Investments im Vordergrund. Als Klassiker kann hier der Geschlossene Immobilienfonds genannt werden. In erster Linie investieren diese Fonds in Büroimmobilien in bester Lage. Langfristige Mietverträge und bonitätsstarke Mieter sollten für einen stabilen Cash Flow sorgen. Das Angebot reicht von deutschen Immobilienfonds bis zu Angeboten in Japan oder Australien. Neben klassischen Büroimmobilien werden auch Einzelhandels-, Wohn- oder Logistik-Immobilienfonds angeboten. Immobilien-Zweitmarktfonds bieten zudem ein Portfolio von Immobilienfonds mit einer Zeichnung.
Als Beispiel eines erfolgreichen Stiftungsfonds wird immer wieder der Fonds der Yale Universität angeführt. Das Geheimnis war und ist die Beimischung konjunkturunabhängiger Assets wie Wald oder Rohstoffe (zum Beispiel Öl). Auch hier hat die Welt der Beteiligung einige Angebote. Auch der Private Equity Bereich, der bei Yale eine große Rolle spielt kann abgedeckt werden, wobei hier beachtet werden sollte, dass diese Fonds in der Regel keinen oder nur einen zu vernachlässigenden laufenden Ertrag liefern.
Selbst der volatile Schiffsbereich bietet Möglichkeiten der Investition. Im Zuge der einsetzenden Erholung von Weltwirtschaft und Welthandel mehren sich auch die Anzeichen für einen Aufschwung der Schifffahrtsmärkte. Dennoch führen nach wie vor niedrige Charterraten bei vielen ansonsten substanzstarken Schiffsgesellschaften zu Kapitalbedarf. Überbrückungskredite von Bankenseite sind aktuell schwer zu beschaffen. Viele Schiffsgesellschaften werben daher zusätzliches Kapital bei Investoren ein, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Dieses Erhöhungskapital ist mit attraktiven Konditionen ausgestattet und wird gegenüber dem ursprünglichen Eigenkapital vorrangig bedient.
Fazit:Gerade in Stiftungsvermögen erscheinen Geschlossene Fonds attraktiv. Hier sollte besonderer Wert auf eine stabile Ausschüttung gelegt werden. Eine Asset Allokation ähnlich der Stiftungsvermögen von Yale und Harvard ist zudem möglich.
Freitag, 8. April 2011
"Wasser marsch" im Depot
Während der weltweite Klimaschutz in aller Munde ist, fristet ein Thema von mindestens gleich hoher Bedeutung ein Schattendasein: die globale Wasserversorgung. Das enorme Bevölkerungswachstum und der steigende Lebensstandard in den Schwellenländern führen dazu, dass die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darstellt. Und das bei eingeschränkter Verfügbarkeit.
Diese stark zunehmende Nachfrage ist ein idealer Nährboden für Umsatz- und Gewinnwachstum entsprechender Unternehmen. Damit avanciert Wasser zu einem interessanten Investmentthema. Stellt sich für den Anleger die Frage: wie kann ich davon profitieren? Eine Antwort gibt Bernhard Engl vom Forum Nachhaltige Geldanlagen: "Wer an der gesamten Wertschöpfungskette rund um das blaue Gold partizipieren möchte, muss zumindest ein gewisses Risiko akzeptieren. Denn die Anlagemöglichkeiten reichen von einzelnen Aktieninvestments über Aktienfonds und ETF`s bis hin zu Zertifikaten."
Die Auswahl ist im Gegensatz zu so vielen anderen Anlageklassen übersichtlich und erleichtert die Entscheidung. Aus dem Gesichtspunkt einer sinnvollen Streuung empfiehlt sich die Fondslösung, während Zertifikate oder einzelne Aktien eher für erfahrene Anleger infrage kommen. "Zertifikate und ETF`s bilden in der Regel weniger Werte ab als die klassischen Aktienfonds im Wasserbereich. Der Anleger muss also entscheiden, wie breit er diversifizieren möchte. Besonders unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsgedankens erscheint mir ein langfristiges Engagement in diesem Zukunftssektor generell als Depotbeimischung richtig", so Engl.
Allerdings ist nicht jedes Wasserinvestment automatisch eine nachhaltige Investition. Anleger müssen bei der Wahl des Produkts die jeweiligen Anlagekriterien ins Visier nehmen, um dann das geeignete zu wählen. Das Flaggschiff unter den Wasserfonds stammt von Pictet. Im Jahre 2000 wurde der Fonds als erster seiner Gattung lanciert, gefolgt von den Konkurrenten der Häuser KBC und SAM. Weitere Wasserfonds - vor allem von Schweizer Anbietern - kamen erst in jüngerer Vergangenheit auf den Markt, so dass beim Performancevergleich über fünf Jahre auf fondsweb.de auch nur die drei genannten Produkte aufgelistet werden. Und siehe da: das Urgestein weist mit 12,18 Prozent Wertzuwachs (Stand 1.2.2011) die mit deutlichem Abstand beste Rendite auf.
Innerhalb des Wasserbereichs wird den Sektoren Infrastruktur und Aufbereitung enormes Wachstums- und damit Renditepotenzial zugetraut. Allein der Zustrom in die großen Städte Chinas von einigen Millionen Menschen hat einen massiven Ausbau der Wasserinfrastruktur zur Folge. Die Erstellung von Klärwerken geht mit dieser Entwicklung einher und sorgt auf lange Sicht für volle Auftragsbücher betreffender Unternehmen. Und in den Industrienationen sorgt der Bedarf an Erneuerung und Reparatur der Wasserinfrastruktur für Großaufträge.
Zahlreiche Produktanbieter sehen nicht zuletzt aufgrund der Wachstumsprognosen einen Megatrend beim Thema Wasser. Tatsächlich spricht das begrenzte Trinkwasseraufkommen bei schier grenzenlosem Bedarf dafür, dass Wasserinvestments für Anleger attraktive Renditechancen bieten. Wer nicht völlig risikoavers in seiner Investmentstrategie ist, für den könnte es lauten: "Wasser marsch" im Depot.
Finanzethik oder Common Sense
Ethik ist ein großer, einschüchternder Begriff. Er wirkt wie Gerechtigkeit, Freundschaft oder Nachhaltigkeit, so schwer erreichbar, so fern und so unnahbar. Wenn diese Ethik dann noch mit den Worten „Finanz“ oder „Wirtschaft“ kombiniert wird, brechen alle Dämme.
Ich höre oft bei meinen Vorträgen, Consultingeinsätzen oder Buchbesprechungen Aussagen wie „das passt ja überhaupt nicht zusammen“, „keiner dieser Schlipsträger wird verzichten“ oder „die benutzen das doch nur als Feigenblatt“. Wer sind aber „die“ oder was ist „das“? Unsere Demokratie ist nicht ideal, aber die Grundlage von Freiheit. Freiheit heißt aber auch, dass das Wirtschaften der Freiheit unterliegen muss. Und das hat nichts mit Neoliberalismus zu tun. Oder wollen wir lieber die kommunistische Planwirtschaft? Natürlich muss der Staat als Korrektiv wirken, aber eben eher zurückhaltend.
Altruismus und Selbstlosigkeit sind wunderschön, können aber nicht Basis einer Gesellschaftsordnung sein. Die zeigt auch ein Artikel in der Welt, der am 28.10.2010 mit dem Titel „100 Jahre jüdische Kommune“ erschien. Das Credo der Kibbuzbewegung – das Idealbild einer nicht materialistischen Wertegemeinschaft - war jahrzehntelang, dass es kein Privateigentum geben sollte. Die Häuser der Siedlungen gehörten allen, gegessen wurde gemeinsam im Speisesaal, und das von der Gemeinschaft zugewiesene wenige Taschengeld gab man in Form von Gutscheinen im kibbuzeigenen Tante-Emma-Laden aus. Gearbeitet wurde durchschnittlich nur 20 Stunden die Woche, der israelische Staat subventionierte die Agrarerzeugnisse lange sehr hoch, damit es bei aller Bescheidenheit reichte. Aber seit Jahren setzt nun ein schleichender Prozess der Veränderung ein. Die Bewohner der Kibbuzim sehnen sich nach ihrer eigenen Küche im Haus, Urlaub, einem Auto oder auch einem eigenen Haus, das man vererben kann. So das Zitat aus der Welt. Was zeigt aber dieses Beispiel? Gemeinnützigkeit braucht auch ein starkes Gegengewicht. Wenn der israelische Staat dieses soziale Experiment nicht aus Steuergeldern von wirtschaftsorientierten Israelis finanziert hätte, wäre wahrscheinlich kein 100-jähriges Bestehen möglich gewesen.
Werfen wir einen Blick auf die deutschen Sozialprojekte. Der Staat ruft immer nach den starken Schultern, die weitere Steuererhöhungen tragen können. Und viele deutsche Stiftungen konnten von wohlhabenden Stiftern gegründet werden, weil diese geschäftlich erfolgreich waren. Wirtschaftlicher Erfolg schließt also Ethik nicht aus. Natürlich gibt es Fälle – und zwar viel zu viele –, bei denen Vermögen und Reichtum durch Betrug, Schädigung anderer und pure Gier angehäuft wurden. Aber in den heutigen Zeiten kann diesem Phänomen entgegengewirkt werden. Wenn in Tunesien und Ägypten derzeit Menschen in der Lage sind, sich von Potentaten und Diktatoren unter der andauernden Angst des Verlusts ihres eigenen Lebens zu befreien, wird es uns in Europa doch möglich sein, Firmen mit ethischem, sozialem und ökologischem Gewissen durch unser Kaufverhalten zu unterstützen. Das Regulativ in einer sozialen Marktwirtschaft ist der ökonomische Erfolg. Wenn eine Firma Billigprodukte anbieten kann auf Grund von Kinderarbeit, sollten wir dort nicht mehr einkaufen. Und wenn eine Bank schlecht und anlegerschädlich berät, ziehen wir unser Geld dort ab. Es gibt immer eine qualitativ bessere Alternative. Doch wir müssen konsequent handeln und dem Unternehmen zeigen, dass uns ethischer Umgang mit Kunden und Mitarbeitern wichtig ist. Gesunder Menschenverstand – englisch „common sense“ – bewirkt langfristig diese Veränderung. Dies verstehe ich unter gelebter, pragmatischer oder auch sinnvestiver Finanzethik. Damit es aber nicht nur beim Reden bleibt, habe ich gehandelt:
Der Businessclub „United Common Sense“ soll institutionellen Investoren, semiprofessionellen Anlegern und Privatanlegern die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen über gute nachhaltige Geldanlage intensiv auszutauschen und Fachliches zu diskutieren. Der „vereinigte gesunde Menschenverstand“ kann dann zu einer Marktmacht werden. Die Mitgliedschaft bleibt vertraulich und kann in der Gründungsphase auf Antrag, später jedoch nur noch auf Empfehlung von Clubmitgliedern erfolgen. Veranstaltungen finden immer im persönlichen und nicht öffentlichen Rahmen statt.
Verbunden wird dies mit dem intensiven und mentorenorientierten Engagement des Clubs in der Förderung von finanzwirtschaftlicher Bildung in Schulen, Universitäten sowie bei Young Professionals. Dazu wird in Kürze ein Wettbewerb ausgelobt für zielführende Diplom- und Promotionsarbeiten zu diesem Thema sowie eine Summer School 2012 zum Thema nachhaltige Geldanlage und Finanzethik vorbereitet. Ziel ist es, eine Think Tank zu diesem Thema zu etablieren.
Mehr dazu unter: http://www.unitedcommonsense.de/
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