Freitag, 17. Juni 2011

Der Mainstream selbst muss nachhaltig werden.


Der Mainstream selbst muss nachhaltig werden!

Wie weit ist das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG ) in den ersten zehn Jahren seines Bestehens seinem Kernziel, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, nähergekommen? Was ist zu tun, damit Nachhaltigkeit künftig bei allen Investments als zentrales Kriterium Berücksichtigung findet? Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen die nachhaltigen Anlagemärkte in Deutsch land, in Österreich, in der Schweiz, in Liechtenstein und in Europa insgesamt? Antworten und Anregungen zu diesen und weiteren Fragen geben 12 Gastautorinnen und Gastautoren aus der Nachhaltigkeitsszene in der Festschrift zum zehnjährigen Verbandsjubiläum, die das FNG am 7. April in Berlin veröffentlicht hat. Ein persönlicher Rückblick von Walter Kahlenborn, der das FNG mitgegründet hat und dann über zehn Jahre hinweg zunächst Vorsitzender, nachfolgend Geschäftsführer und schließlich stellvertretender Vorstandsvorsitzender war, rundet die Jubiläumsschrift ab. Ein Thema, das viele der Gratulantinnen und Gratulanten beschäftigt, ist die Finanz- und Wirtschaftskrise. So spricht sich Dr. Klaus Gabriel, Geschäftsführer des Corporate Responsibility Interface Center (CR IC e.V.), in seinem Beitrag dafür aus, „die aktuelle Finanzkrise nicht nur als eine Herausforderung, sondern auch als Chance für eine Neuausrichtung der Finanzwirtschaft unter der Zielperspektive einer nachhaltigen Entwicklung zu sehen.“ Antje Schneeweiß, Buchautorin, Mitarbeiterin des SÜDWIND -Instituts und FNG -Gründungsmitglied, fordert, Lehren aus der Krise zu ziehen und „die Finanzwirtschaft als solche unter dem Licht der Nachhaltigkeit zu betrachten.“

Mit den Herausforderungen, die auf Industriegesellschaften beim Übergang zu einer Postwachstumsgesellschaft zukommen, befasst sich Prof. Dr. Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, in ihrem Artikel. Mehr Fantasie in der Investmentfondswelt fordert Prof. Dr. Henry Schäfer von der Universität Stuttgart in seinem Plädoyer für einen Aufbruch in die Generation nachhaltige Geldanlagen 2.0. Und Dr. Christoph Weber-Berg von der Hochschule für Wirtschaft n Zürich erklärt, warum irtschaftliche Nachhaltigkeit Pflicht ist. Auf die Bedeutung der nachhaltigen Finanzbranche für den Klimaschutz weist Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in seinem Grußwort hin. Dr. Ignacio Campino streicht in seinem Beitrag die Bedeutung der institutionellen Investoren heraus. „Sie sind ganz entscheidend dafür, nachhaltige Geldanlagen einen Autorinnen und Autoren dieser Festschrift verdanken wir wertvolle Hinweise dafür, wie der Weg dorthin beschritten werden kann.“ Das FNG , der Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wurde 2001 mit einigen überzeugten Anhängern des Nachhaltigkeitsgedankens gegründet. Mittlerweile hat das FNG rund 140 Mitglieder, zu denen unter anderem Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Versicherungen, Ratingagenturen, Finanzberater und wissenschaftliche Einrichtungen zählen. Einen wichtigen Beitrag zur Festschrift haben auch die Jubiläumssponsoren geleistet. Das FNG bedankt sich bei der Bank für Kirche und Caritas, der Bank Sarasin und der Bank Vontobel, bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft EKK, der ERSTE -SPAR INVEST KAG und Sustainalytics. Die Festschrift steht auf der Homepage www.forum-ng.org zum kostenlosen Download bereit. Entscheidenden Schritt voranzubringen“, schreibt der Beauftragte des Vorstandes der Deutschen Telekom für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Der FNG –Vorstandsvorsitzende Volker Weber und die FNG –Geschäftsführerin Claudia Tober resümieren im Vorwort zur Festschrift: „Um die Zukunft konsequent nachhaltig zu gestalten, reicht es nicht aus, nur einen Teil der Investments nachhaltig auszurichten.“ Und weiter: „Der Mainstream selbst muss nachhaltig werden.


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