Donnerstag, 30. August 2012

Finanzanlagen: Mehr Schutz für Anleger

Haufe Herbst 2012: Das neue Finanzanlagenvermittlerrecht

München (opm) - Stärkung der Anlegerrechte, mehr Transparenz und Haftungsklarheit bei Finanzprodukten, höhere Anforderungen an den Vertrieb von Finanzanlagen – so lauten die vorrangigen Ziele des Ende letzten Jahres beschlossenen Finanzanlagenvermittlerrechts. Denn durch qualitativ minderwertige Finanzprodukte oder zweifelhafte Vertriebspraktiken kamen in den vergangenen Jahren immer mehr Anleger zu Schaden. Welche teilweise komplexen Änderungen mit der Gesetzesreform auf Finanzvermittler genau zukommen, erläutert die Haufe-Neuerscheinung „Das neue Finanzanlagenvermittlerrecht“.

Die Fälle sind spektakulär und gingen durch die Medien: Geprellte Anleger, die ihr sauer Erspartes vertrauensvoll in die Hände von Finanzvermittlern gaben und am Ende ohne Geld und vielfach ohne Altersvorsorge dastanden. Die Gründe reichten von Qualitätsmängeln bei den Anlageprodukten über die fehlende Beständigkeit gegenüber negativen Marktentwicklungen bis hin zu schlicht falscher Beratung.

Dem will der Gesetzgeber mit der Finanzanlagenvermittlerreform einen Riegel vorschieben. Auf Finanzvermittler kommen damit weitreichende Änderungen zu. So müssen ab dem Jahreswechsel 2012/2013 — mit einer zweijährigen Schonfrist — nicht nur die persönliche und wirtschaftliche Zuverlässigkeit, sondern auch entsprechende Sachkunde nachgewiesen werden. Zudem wird die Berufshaftpflichtversicherung Voraussetzung für die Erteilung einer Gewerbeerlaubnis — was den Anlegern bei Schädigungen zugute kommt. Einige Änderungen, wie die ausführlichere Information der Anleger bei geschlossenen Fonds, sind bereits ab dem 1. Juni 2012 auszuführen.

Die beiden Juristen Andreas Glotz und Dr. Carlo H. Borggreve erläutern in ihrem Praxishandbuch „Das neue Finanzanlagenvermittlerrecht“ praxisorientiert und verständlich, welche Neuerungen der Gesetzgeber genau beschlossen hat und geben Tipps für die Praxis. Die Regelungen zu Berufszugang und Berufsausübung sind dabei ebenso Thema wie Vertrags- und Haftungsfragen sowie die Konsequenzen für Vertragspartner der Vermittler. Zusätzlich zum Buch stehen Online-Arbeitshilfen kostenlos zur Verfügung, die die Umsetzung der Bestimmungen erleichtern.

Die Neuerscheinung „Das neue Finanzanlagenvermittlerrecht“ ist ab September für 59 Euro bei Haufe und im Buchhandel erhältlich.

Montag, 6. August 2012

Ein Viertel Strom ist grün

In der ersten Jahreshälfte 2012 kam knapp mehr als ein Viertel der Stromproduktion von den Erneuerbaren Energieträgern - so viel wie noch nie. Dabei stehen die Windräder ganz vorne.

Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte, lieferten sie nach bisherigen Berechnungen 67,9 Milliarden Kilowattstunden oder 25,1 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres habe der Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion noch bei 21 Prozent gelegen. Die Windenergie steht dabei mit einem Anteil von 9,2 Prozent (2011: 7,7 Prozent) an erster Stelle, gefolgt von Biomasse mit 5,7 Prozent. Photovoltaik konnte seinen Anteil auf 5,3 Prozent steigern. Die Wasserkraft lag bei 4,0 Prozent.

Quelle: n-tv.de vom 26. Juni 2012

Donnerstag, 19. Juli 2012

Edmund Pelikan erweitert seine Produktpalette

BeteiligungsKompass und Anders Investieren nun auch als eBook erhältlich

Landshut (opm) - Der Wirtschaftspublizist Edmund Pelikan hat mit seinem Verlag epk media nun seine zwei Leitbücher zu Finanzthemen auch als eBooks herausgebracht.

Zum einen veröffentlicht Pelikan den BeteiligungsKompass 2012, einen Almanach zur Branche der geschlossenen Fonds, erstmals als eBook. Das Besondere ist der Preis: Für nur 19,99 Euro statt 59,80 Euro für die Printausgabe erhält der Leser alle Texte mit den implementierten Grafiken. Nur das angehängte Tabellenwerk ist der Druckversion vorbehalten. Der BeteiligungsKompass erscheint bereits im neunten Jahr und ist ein wichtiges Nachschlagewerk für alle Teilnehmer in der Beteiligungsbranche.

Zum anderen wird auch das Grundlagenwerk für nachhaltige Geldanlage, das Buch „Anders Investieren“, in Zukunft als eBook verfügbar sein. Es führt den Einsteiger der sinnorientierten Finanzwelt sowohl durch die Produkt- als auch Branchenvielfalt und räumt mit dem einen oder anderen Irrtum auf. Anstatt der 29,80 Euro für die Printausgabe ist das Werk als eBook für 14,99 Euro erhältlich. Es entspricht im vollen Umfang der Druckausgabe.

Die Bücher von Edmund Pelikan sind ab sofort in vielen Online-Buchhandlungen wie Amazon, Libri und auch im Apple iBookstore erhältlich.

Die Pressemitteilung finden Sie auf dem Newsportal www.beteiligungsreport.de.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Italien senkt Förderung für Solarstrom weiter

Rom/Padua (opm) - Das neue Regelwerk für Förderung von Strom aus Photovoltaik in Italien, das Conto Energia V, tritt am 27.08.2012 in Kraft.
Mit der Neuregelung versucht die italienische Regierung, die Kosten der Solarwende weiter abzusenken, hält aber am Prinzip der Förderung der Solarenergie fest. Langfristiges Ziel bleibt in Italien die Unabhängigkeit der erneuerbaren Energien von staatlichen Subventionen.

Kernelement der neuen Förderrichtlinien ist eine Absenkung der Einspeisevergütung gegenüber dem Conto Energia IV um ca. 40 Prozent. Das komplexe Fördersystem erfordert allerdings eine Einzelfallprüfung, ob eine Einspeisevergütung gezahlt und welche Höhe diese haben wird. Für nahezu alle Anlagen ab 12 KW Leistung gilt eine Registerpflicht. Diese Schwelle wird bei Dachanlagen, die im Zuge einer Asbestsanierung realisiert werden, auf 50 KW erhöht. Für Altanlagen, denen bereits eine Förderung zugesprochen wurde, gilt Bestands­schutz. Alle Betreiber, die eine Förderung gemäß eines der Conto Energia Dekrete erhalten, müssen aber ab 01.01.2013 einen Beitrag von 0,05 Cent je geförderte kWh entrichten.

Weitere Details entnehmen Sie bitte beigefügter Pressemitteilung von Rödl & Partner, die Sie auf dem Newsportal www.beteiligungsreport.de finden.

Dienstag, 3. Juli 2012

Offshore-Netzausbau wird beschleunigt

Rösler und Altmaier legen Vorschlag für Haftungsregelung und Systemwechsel hin zu einem Offshore-Netzentwicklungsplan vor

Berlin (opm) - Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, und der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Peter Altmaier, haben sich auf Eckpunkte einer gesetzlichen Regelung verständigt, mit denen der Ausbau der Offshore- Windenergie beschleunigt werden soll. Im Zentrum der Einigung stehen dabei eine Haftungsregelung und der Systemwechsel hin zu einem gesonderten Offshore-Netzentwicklungsplan für die Netzanbindungen von Offshore-Windparks.
Aufbauend auf den Vorschlägen der von Bundesminister Rösler initiierten AG Beschleunigung Offshore-Netzanbindung haben sich beide Ministerien darauf verständigt, einen mehrjährigen Offshore-Netzentwicklungsplan einzuführen. Dieser soll Realisierungszeitpunkt sowie Ort und Größe zukünftiger Netzanschlüsse verbindlich festgelegen, um eine bessere Abstimmung mit dem Onshore-Netzausbau zu erreichen. Der Offshore-Netzentwicklungsplan soll mit einer Haftungsregelung für Verzögerungen bei der Errichtung und Störungen beim Betrieb von Offshore- Netzanbindungsleitungen verknüpft werden.

Für Offshore-Windparks, die auf den bisherigen individuellen Anbindungsanspruch nach § 17 Absatz 2a EnWG vertraut haben, wird durch eine Übergangsregelung sicher gestellt, dass sie ab dem Zeitpunkt der unbedingten Netzanbindungszusage ebenfalls den pauschalierten Schadensersatz erhalten. Das hilft den Offshore-Windparkprojekten, die derzeit bereits von erheblichen Verzögerungen der Netzanbindung betroffen sind.

Photovoltaik: Einigung im Vermittlungsausschuss

Berlin (opm) - Am 27. Juni 2012 konnte im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat eine Einigung über die zukünftige Ausgestaltung der Förderung von Photovoltaik-Anlagen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erzielt werden.
Am 11. Mai 2012 hatte der Bundesrat die zuvor vom Deutschen Bundestag am 29. März 2012 beschlossene Novellierung des EEG vorläufig gestoppt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Gegenüber dem Bundestagsbeschluss sieht die Einigung verschiedene Änderungen vor. Unter anderem wird ein Gesamtausbauziel für die EEG-geförderte Photovoltaik in Deutschland in Höhe von 52 GW verankert.

Bundesumweltminister Peter Altmaier begrüßte die Einigung.

Im Einzelnen einigte sich der Vermittlungsausschuss auf folgende Anpassungen des Gesetzentwurfs:

. Es bleibt bei der Einmalabsenkung der Vergütungssätze. Für Photovoltaik-Dachanlagen wird eine neue Leistungsklasse zwischen 10 und 40 kW mit einer Vergütung von 18,5 Cent/kWh geschaffen

. Kleine Anlagen bis 10 kW werden vom Marktintegrationsmodell ausgenommen, um den technischen Aufwand gering zu halten. Bei Anlagen ab 10 und bis einschließlich 1.000 kW werden 90 Prozent der Jahresstrommenge vergütet. Diese Regelung gilt für alle neu ab dem 1. April 2012 in Betrieb genommenen Anlagen.  Die vergütungsfähige Jahresstrommenge wird jedoch erst ab dem 1. Januar 2014 begrenzt.

. Es wird ein Gesamtausbauziel für die geförderte Photovoltaik in Deutschland in Höhe von 52 GW verankert. Im Gegenzug bleibt der jährliche Ausbaukorridor in der Höhe von 2.500 - 3.500 MW bestehen und wird nicht abgesenkt. Bisher wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 27 GW errichtet. Die Photovoltaik wird so an den Markt herangeführt. Ist das Gesamtausbauziel erreicht, erhalten neue Anlagen keine Vergütung mehr. Der Einspeisevorrang bleibt aber für zusätzliche neue Anlagen auch danach gesichert.

. Die Größenbegrenzung bei der Vergütung von Freiflächenanlagen bleibt bei 10 MW, aber die Zusammenfassung von Anlagen zu einer Gesamtanlage erfolgt pro Gemeinde im Umkreis von 2 km anstelle der bisher festgelegten 4 km.

. Im EEG wird eine Verordnungsermächtigung aufgenommen, die es der Bundesregierung erlaubt, mit Zustimmung von Bundesrat und Bundestag eine Vergütung für Photovoltaik-Anlagen auf Konversionsflächen mit einer Leistung von mehr als 10 MW einzuführen.

. Die Übergangsbestimmungen für Dachanlagen, für die vor dem 24. Februar ein Netzanschlussbegehren gestellt wurde, und Freiflächenanlagen, für die vor dem 1. März ein Planungsverfahren begonnen wurde, bleiben unverändert.

Die Änderungen wurden am 28. Juni 2012 dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt. Nach der Sitzung des Bundesrats am 29. Juni 2012 kann - sofern kein Einspruch erfolgt - das Gesetz im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Es wird rückwirkend zum 1. April 2012 in Kraft treten.

Quelle: BMU Pressedienst Nr. 096/12 vom 28. Juni 2012

Mittwoch, 20. Juni 2012

Global Wind Report 2011

Regensburg (opm) - 98 Prozent der weltweit installierten Windleistung gehen auf Onshore-Anlagen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Wind Report 2011. Auf Offshore entfallen dagegen nur zwei Prozent, wobei der Report einen Anstieg auf zehn Prozent bis 2020 prognostiziert. 90 Prozent der weltweiten Offshore-Leistung wiederum finden sich in Europa.

Der größte Zubau findet laut Windenergie Report Deutschland 2011 in Norddeutschland statt. So wurden im vergangenen Jahr an den Küsten und in der norddeutschen Tiefebene insgesamt 1.146 MW installiert, das entspricht 59 Prozent der 2011 in Deutschland neu errichteten Windleistung. Die verbleibenden 41 Prozent entfielen auf Mittelgebirgsregionen, die einen Leistungszubau von 750 MW verzeichneten.

Von den weltweit insgesamt 62 Offshore-Projekten stehen allein 53 in Europa - 28 in der Nordsee, vier in der Ostsee. Noch liegt der Vergleich zur Onshore-Leistung jedoch relativ niedrig. So wurden 2011 in Deutschland nur 125 MW neu installiert. Höher liegt diese Zahl mit 320 MW in Großbritannien.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Trend zu erneuerbaren Energien hält weltweit an

Berlin (opm) - Auch im Jahr 2011 sind die erneuerbaren Energien weltweit massiv ausgebaut worden: Die globalen Investitionen haben gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent auf den Rekordwert von 257 Milliarden US-Dollar zugelegt.
Diese Zahlen veröffentlichte das Politiknetzwerk REN21 im Rahmen des jährlich erscheinenden "Globalen Statusberichts zu erneuerbaren Energien 2012" (Renewables Global Status Report - GSR). Weltweit decken die erneuerbaren Energien mittlerweile 16,7 Prozent des Endenergieverbrauchs und rund 20,3 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs.

Sowohl Bundesumweltminister Peter Altmaier als auch Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bestätigen auch in Deutschland die weltweite Trendwende hin zu erneuerbaren Energien.

Erneuerbare Energien sorgen für Beschäftigung

Berlin (opm) - Die neue Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (gws) und des Zentrums für Solarenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) zeigt erstmals bundesländergenau die Arbeitsplatzeffekte der regenerativen Energietechnologien in Deutschland.
In Deutschland sind demnach aktuell mehr als 380.000 Menschen in der Erneuerbare-Energien-Branche beschäftigt, das heißt, im gesamtdeutschen Durchschnitt hängt schon etwa jeder hundertste Arbeitsplatz an den regenerativen Energietechnologien.

In absoluten Zahlen gemessen haben die Erneuerbaren Energien in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg die meisten Arbeitsplätze geschaffen.  Diese vier Länder vereinigen fast die Hälfte der in der Branche Beschäftigten auf sich. Allerdings ist die relative Bedeutung der Arbeitsplatzeffekte in anderen Bundesländern noch größer: Im Verhältnis zur gesamten Beschäftigtenzahl ist vor allem in Ostdeutschland ein hoher Anteil der von den Erneuerbaren Energien geschaffenen Arbeitsplätze zu verzeichnen. Im Schnitt arbeiten dort 1,5 Prozent der Arbeitnehmer und damit jeder 70. Beschäftigte in der Branche.

Die insgesamt größten Arbeitsplatzeffekte entstehen durch die Solar- und die Bioenergie, dicht gefolgt von der Windenergie.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Politik, Wissenschaft und Finanzbranche trafen sich in Landshut

Der österreichische Politiker Josef Bucher und Gastgeber Edmund Pelikan
Landshut (opt) - Das Europäische Geldforum „Sinn & Invest“ führte bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Finanzwelt am 18. Mai in Landshut zusammen. Der österreichische BZÖ–Parteichef Josef Bucher und der Freie Wähler Vertreter sowie ehemalige Geschäftsführer der Stuttgarter Börse Dr. Rolf Deml diskutierten beispielsweise mit Buchautor und Eurokritiker Professor Dr.  Bernd-Thomas Ramb über den Stand der Eurokrise, die Auswirkungen auf die Anleger und deren Lösungsmöglichkeiten. Insbesondere Josef Bucher plädierte für eine zukunfts- und lösungsorientierte Betrachtung der Eurokrise und damit verbunden mit mehr Einsatz von gesundem Menschenverstand.

Der von dem Think Tank „United Common Sense“ veranstaltete Kongress mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein will die Möglichkeit bieten, offen und ohne Instituts- oder Produktbrille Tacheles über Finanzthemen zu reden. Davon wurde auch reichlich Gebrauch gemacht. Der Publizist und bundesweit anerkannte Immobiliensachverständige Werner Rohmert räumte mit der Mär auf, dass Immobilien per se vor der Inflation schützen. Und der Vorstandsvorsitzende des Forums Nachhaltige Geldanlagen e.V. präsentierte eine Checkliste, wie private und auch Profi-Anleger die Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit von Geldanlagen kontrollieren können. Der aus Funk und Fernsehen bekannte Vermögensverwalter Gottfried Urban trug seine Erwartung der Finanzmarktentwicklungen vor. Alle Redner betonten, dass eines der wichtigsten Kriterien für die Sicherheit in einem Anlageportfolio eine breite Streuung sei. Führende Vertreter der nachhaltigen Geldbranche, wie das Schweizer Bankhaus Sarasin, die Münchner Catella Real Estate, die Bochumer GLS Bank, die Hamburger König & Cie., die Traunsteiner Neue Vermögen, die Auricher ÖkoRenta oder die Braunschweiger realkapital diskutierten die Wege zu einem neuen Banking und einem anderen Investieren.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch Gymnasiasten und Studenten aus Landshuter Schulen eingeladen. „Dass das Gymnasium Seligenthal und das Hans-Carossa-Gymnasium den Faden aufnahmen, freut uns sehr“, sagte der Wirtschaftspublizist und Moderator Edmund Pelikan, „denn unmittelbarer können Schüler und Studenten aktuelle Meinungsbildner für Facharbeiten oder Studienarbeiten nicht erleben oder Gespräche mit diesen führen.“ Ziel der Landshuter Denkfabrik „United Common Sense“ ist, nicht nur den Profis den qualifizierten Informationsaustausch zu ermöglichen, sondern auch interessierte Jugendliche an Finanzthemen unabhängig und neutral heranzuführen. Schulen, Fachhochschulen und Universitäten, die solche Chancen verstreichen lassen, kann leider nicht geholfen werden.

Dienstag, 22. Mai 2012

Geldanlagen nahe am Menschen: GLS Bank erhält „European Sense Investing Award“

Bochum (opm) - Die GLS Bank überzeugte durch ihre Vorreiterolle im sozial-ökologischen Bankgeschäft und ihr breitgefächertes Angebotsspektrum nachhaltiger Geldanlagen. Zudem hob die Jury ihre Ausrichtung als Mitgliederbank hervor.

Geldanlagen, die auf den Menschen zugeschnitten sind und ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden: Das sind die Kriterien des „European Sense Investing Award“ (ESIA). Als erste sozial-ökologische Universalbank der Welt verfolgt die GLS Bank seit ihrer Gründung vor knapp 40 Jahren das Ziel der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. „Unsere Mitglieder bilden das Fundament dieser Arbeit: Durch ihre Genossenschaftsanteile werden sie Teil der GLS Gemeinschaft und ermöglichen die Kreditvergabe an sozial-ökologische Projekte und Unternehmen “, freute sich GLS Vorstandssprecher Thomas Jorberg über die Begründung der Jury. In der Kategorie „Banking“ waren insgesamt drei sozial-ökologisch ausgerichtete Banken nominiert.

Der ESI Award wurde erstmalig im Rahmen des Europäischen Geldforums von der Denkfabrik „United Common Sense“ vergeben. Er zeichnet Unternehmen aus, die vorbildlich mit nachhaltigen Geldanlagen umgehen. Das Europäische Geldforum setzt sich für einen neuen Denkansatz im Umgang mit Geld ein, indem die Bedürfnisse der Menschen, realwirtschaftliche Auswirkungen und wirtschaftliches Handeln miteinander verknüpft werden.

GLS Bank und Catella Real Estate gewinnen den European Sense Investing Award


Landshut (opt) - Anlässlich des Europäischen Geldforums „Sinn & Invest“ am 18. Mai in Landshut wurde die Preisverleihung des European Sense Investing Award durchgeführt. Gewürdigt werden damit die besonderen Verdienste des jeweiligen Managements bei der nachhaltigen Geldanlage und die besondere Seriosität der Produktangebote. Die Redaktion des Magazins „anders investieren“, welche den Preis stiftet,  betont, alle Nominierten sind exzellente Vertreter der sinnorientierten Finanzbranche. Deshalb fiel die Entscheidung nicht leicht.

Die Preisträger 2012 des European Sense Investing Award sind in der Kategorie Banking die 1976 gegründete GLS Bank, Bochum, sowie in der Kategorie Investing die in München beheimatete Catella Real Estate.

Die GLS Bank steht für ein Bankgeschäft mit Sinn. Das bedeutet, Geldanlagen anzubieten, die auf Menschen zugeschnitten sind und ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden. Dazu gehört auch Transparenz, Menschlichkeit und einen bewussten Umgang mit Geld.

Die Catella Real Estate zeichnet sich durch exzellenten Marktzugang, umfassendes Netzwerk und hohe Managementqualität aus. Dabei werden Produkte auch partnerschaftlich mit dem Schweizer Bankhaus Sarasin, der unabhängigen Vermögensverwaltung Neue Vermögen aus Traunstein sowie der niederländischen Investmentexperten Bouwfonds aufgelegt und verwaltet. Dieser Ansatz überzeugte die Jury.

Den ersten Sonderpreis erhielt Volker Weber. Nicht nur als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Forums Nachhaltige Geldanlage e.V. sondern auch bei seinen beruflichen und politischen Aktivitäten setzt sich Volker Weber seit Jahren engagiert und überzeugend für das Thema einer nachhaltigen und sinnvollen Geldanlage ein. Dieser Award zollt ihm hierfür Anerkennung.

Den zweiten Sonderpreis für die Kategorie Finanzbildung ging an den noch jungen Verein Geld mit Sinn e.V. Dieser widmet sich mit Enthusiasmus und Engagement dem Thema Erwachsenenbildung zum Thema Finanzen sehr erfolgreich und hat dafür bereits einige Auszeichnungen bekommen.

„Es muss“, das betont der Publizist und Veranstalter Edmund Pelikan,„eine Aufgabe in den nächsten Jahren und Jahrzehnten für Politik und Gesellschaft werden, den Anleger die Möglichkeit zu schaffen, sich mündig zu machen. Wirtschaft und Geld als intensives Unterrichtsthema ist nicht nur wegen der Finanzkrise überfällig. Aber genau so wichtig wird es sein, eine neue Generation an Banker und Finanzberater auszubilden, die Kunden und Investoren nicht als Opfer sondern als Partner sehen.“

Dafür steht der Think Tank „United Common Sense“ und das Europäische Geldforum „Sinn & Invest“. Das nächste Profitreffen dieser Art findet am 08. Mai 2013 wieder in Landshut statt. Bereits im Herbst wird aber ein Geldforum mit dem Schwerpunkt Finanzbildung durchgeführt werden.

Montag, 14. Mai 2012

Presseschau: Solarkürzung vom Bundesrat gestoppt

Landshut (ops) - Wie bereits am Freitag angekündigt, folgen nun weitere Informationen zur Solarkürzung, die vom Bundesrat gestoppt wurden. Was die verschiedenen Publikationen darüber berichten, lesen Sie in unserer Presseschau:

Welt Online vom 11. Mai 2012:
Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat der Bundesrat die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) zur Kürzung der Solarförderung vorläufig gestoppt. Die rot-grün regierten Länder, aber auch mehrere CDU-geführten Länder stimmten für eine Anrufung des Vermittlungsausschusses.
Komplett stoppen kann die Länderkammer die Pläne zwar nicht. Im Vermittlungsausschuss könnten aber Abmilderungen durchgesetzt werden, das ist das Ziel besonders der ostdeutschen Länder, die eine fortgesetzte Abwärtsspirale für ihre Solarbranche befürchten.

Im Bundesrat zeichnet sich eine Mehrheit für einen vorläufigen Stopp der Solarförderungs-Kürzung ab. Eine Mehrheit für die Anrufung des Vermittlungsausschusses sei so gut wie sicher, erfuhr die dpa aus Länderkreisen. Es habe kein ausreichendes Entgegenkommen der Bundesregierung gegeben.

n-tv.de vom 11. Mai 2012:
Die Pläne zur Kürzung der Solarförderung sind vorerst gestoppt - das kann eine Chance für Verbraucher sein, die bereits die Installation einer Anlage planen.

Tagesschau vom 11. Mai 2012:
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke von den Grünen betonte: "Jetzt ist klar: Der Merkel-Rösler-Röttgen-Murks muss korrigiert werden. Die vom Bundestag beschlossene Kappung der Solarförderung wird es so nicht geben." Das sei eine gute Nachricht für die Energiewende, für den Mittelstand, für Arbeitsplätze in Deutschland und für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.

Spiegel Online vom 11. Mai 2012:
Die Bundesregierung will die Förderung der Solarenergie rückwirkend zum 1. April kürzen - im Bundesrat gibt es Widerstand und nun offenbar auch eine Mehrheit, um diese Pläne aufzuhalten. Besonders die ostdeutschen Länder fordern mehr Unterstützung für die Unternehmen der kriselnden Solarbranche.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Marktzahlen nachhaltige Investments

Oestrich-Winkel (opm) - Nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI), Herausgeber der Marktplattform www.nachhaltiges-investment.org, waren insgesamt 375 nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und / oder der Schweiz zum Vertrieb zugelassen.

Die 375 Fonds waren zum 31.03.2012 mit rund 34 Milliarden Euro investiert. Ende 2011 registrierte das SBI 357 Fonds, die mit insgesamt circa 30 Milliarden Euro investiert waren. Das SBI berücksichtigt alle Fonds, die angeben, in besonderer Weise soziale, ökologische oder auch ethische Kriterien zu berücksichtigen und stützt sich dabei auf Angaben in den Fondsprospekten und Factsheets der Fondsgesellschaften.

Insgesamt wurden innerhalb des ersten Quartals 2012 25 Fonds neu in das Fondsuniversum der SBI-Fondsdatenbank aufgenommen. Diese Fonds wurden entweder neu aufgelegt, haben ihre Strategie auf "Nachhaltigkeit" umgestellt oder waren bereits in anderen Ländern zugelassen. Ende des ersten Quartals 2012 waren diese Fonds mit rund drei Milliarden Euro investiert. Sieben Fonds wurden seit Beginn des Jahres geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt.

Freitag, 13. April 2012

GreenValue.de feiert Jubiläum



Unabhängiges Portal für grüne Investitionen - greenvalue.de feiert zehnjähriges Bestehen

Schwaig b. Nürnberg (opm) -  Heute - exakt zehn Jahre nach dem Start von greenValue - finden Investoren, Finanzdienstleister und Medienvertreter eine der umfangreichsten Webseiten vor, die ausschließlich zu grünen Investitionen informiert. Im Jahr 2002 war der Startschuss für das unabhängige und neutrale Informationsportal gefallen. 

"Die ursprüngliche Zielsetzung, spezialisiert und aktuell über grüne Investments zu informieren, ist zwischenzeitlich erreicht. Tägliche Recherchen gewährleisten einen sehr hohen Aktualitätsgrad", sagt Daniel Kellermann, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der greenValue GmbH. Besucher finden unter www.greenvalue.de in übersichtlicher Tabellenstruktur Beteiligungsangebote, die sich in Platzierung befinden. Per heute sind 74 Angebote mit einem Fondsvolumen von rund 4,5 Milliarden Euro notiert. Sie finanzieren beispielsweise nachhaltige Immobilien oder Anlagen die aus unerschöpflichen Energiequellen, wie Solar-, Wind- oder Wasserkraft Strom erzeugen. Neben Beteiligungen, die Engagements ab wenigen Tausend Euro ermöglichen, kommen Interessierte von Private Placements oder Einzelprojekten, etwa Photovoltaikanlagen auf ihre Kosten.

Ein Recherchetool ermöglicht das stichwortbezogene "durchforsten" der Webseite, die knapp eintausend themenbezogene Beiträge und Pressemitteilungen beinhaltet. Mit der Publikation des Ratgebers Umwelt und Erneuerbare Energie Beteiligungen rundet greenValue sein Informationsangebot an. Das gut 300seitige Werk greift in der vierten Auflage grüne Beteiligungsformen, unter anderem geschlossene Fonds und verschiedene Investitionsthemen wie beispielweise Wind- oder Solarfonds, auf.

Für die Zukunft sieht sich greenValue gut gerüstet. "Schon in den vergangenen Jahren haben etliche Gesetzesnovellen zu Veränderungen im Beteiligungsmarkt geführt", resümiert Kellermann und ergänzt: "Ändern sich die politischen und / oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verändert sich die Landschaft grüner Investitionsangebote. Diesen Veränderungen tragen wir durch stetige Anpassung des Informationsportals Rechnung. Mit einem kostenfreien Newsletter bleiben Interessenten grüner Beteiligungen über aktuelle Entwicklungen nachhaltiger Investments auf dem Laufenden."

Donnerstag, 12. April 2012

Energiewende ist machbar - und zahlt sich aus

Berlin (opm) - Das zentrale Ergebnis einer umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchung renommierter Forschungsinstitute, die das Bundesumweltministerium in Auftrag gegeben hat, lautet: Die Energiewende ist machbar - und zahlt sich aus. Der jetzt vorgelegte Abschlussbericht zeigt: Die mittel- und langfristigen Ziele, die sich die Bundesregierung im Rahmen der Energiewende gesetzt hat, sind wie geplant erreichbar. Sie beziehen sich auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Energieeffizienz und den Klimaschutz.

Zudem kommen die Institute zu dem Ergebnis, dass die erneuerbaren Energien langfristig deutlich kostengünstiger sind als eine auf Kohle, Öl und Gas basierte Energieversorgung. Leitfrage der Untersuchung "Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland" war es, unter welchen Bedingungen die im Laufe des letzten Jahres beschlossenen Maßnahmen in Zusammenhang mit der Energiewende bis zum Jahr 2050 umsetzbar sind.

Wesentliches Ergebnis: Die politischen Ausbauziele im Bereich der erneuerbaren Energien werden in allen Szenarien sicher erreicht. Grundlage dafür ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Nach den Ergebnissen der Studie liegt der Anteil erneuerbarer Energien im Strombereich 2020 in allen Szenarien mit rund 40 Prozent deutlich über dem von der Bundesregierung gesetzten Ziel von 35 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr lag der Anteil bei 20 Prozent. Für 2050 weisen die drei Hauptszenarien der Studie einen Anteil der erneuerbaren Energien von etwa 85 bis 87 Prozent aus. Auch die Erneuerbare-Energien-Ziele im Bereich Mobilität und Wärme werden demnach erreicht beziehungsweise übertroffen werden.

Die Studie enthält auch Aussagen zu den ökonomischen Wirkungen der Energiewende. Zwar sind erneuerbare Energien derzeit noch teurer als Kohle, Öl und Gas. Während aber die Preise von Kohle, Öl und Gas auch künftig weiter steigen dürften, werden erneuerbare Energien immer kostengünstiger. So erwarten die Forscher für 2030 bei konsequenter Umsetzung der Ziele der Energiewende für Strom aus erneuerbaren Energien durchschnittliche Kosten von nur noch 7,6 Cent / kWh, während die Kosten für Strom aus Steinkohle und Erdgas dann bereits über neun Cent / kWh ansteigen.

Dienstag, 3. April 2012

Solarstrom: Bundestag beschließt Anpassung der Fördersätze

Berlin (opm) - Der Deutsche Bundestag hat am 29. März 2012 wichtige Grundlagen für einen nachhaltigen Ausbau der Photovoltaik in Deutschland gelegt. Die beschlossene Anpassung der Vergütung für Solarstrom hat zum Ziel, den Ausbau der Photovoltaik auf einen ökologisch und ökonomisch vernünftigen Ausbaupfad von rund 2.500 bis 3.500 Megawatt pro Jahr zu führen und zugleich die Marktintegration der Erneuerbaren Energien voranzubringen.

Die wesentlichen Neuregelungen laut der Pressemitteilung des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sind:

- Die Vergütung wird zum 1. April 2012 abgesenkt und damit an die massiv gesunkenen Anlagenpreise angepasst. Die Vergütung verringert sich

für kleine Dachanlagen von jetzt 24,43 auf 19,50 ct/kWh (bis 10 kW);
für größere Dachanlagen von derzeit 21,98 auf 16,50 ct/kWh und
für Freiflächenanlagen von derzeit 17,94 auf 13,50 ct/kWh.

- Dachanlagen erhalten die Vergütung nach altem Recht, wenn vor dem 24. Februar 2012 ein Netzanschlussbegehren gestellt wurde und die Inbetriebnahme bis 30. Juni 2012 erfolgt.

- Anlagen auf Freiflächen erhalten die Vergütung nach altem Recht, wenn ein
Planungsverfahren vor dem 1. März 2012 begonnen wurde (zum Beispiel Aufstellungsbeschluss bei B-Plan-Verfahren) und die Inbetriebnahme bis 30. Juni 2012 erfolgt.

- Anlagen auf Konversionsflächen erhalten die Vergütung nach altem Recht, wenn sie bis zum 30. September 2012 in Betrieb genommen werden.

- Das Inkrafttreten für Dachanlagen zum 1. April ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglich ins Auge gefassten Termin 9. März.

Der bisherige atmende Deckel wird weiterentwickelt. Die Degression der Einspeisevergütung wird von jährlichen auf monatliche Schritte umgestellt. Damit sollen Vorzieheffekte vermieden und der Ausbau verstetigt werden.

Bereits ab 2017 könnten erste Solaranlagen auch ohne Förderung auskommen. Dieser Übergang kann durch die Stärkung der Eigenverantwortung der Anlagenbetreiber erleichtert und beschleunigt werden. Zu diesem Zweck wird ein Marktintegrationsmodell eingeführt. Kleine Dachanlagen erhalten nur noch 80 Prozent des Stroms über das EEG vergütet, mittelgroße Anlagen 90 Prozent. Die restlichen 20 beziehungsweise zehn Prozent der erzeugten Solarstrommenge können entweder selbst verbraucht und direkt vermarktet werden. Große Anlagen mit einer Leistung von mehr als 1 MW erhalten weiterhin 100 Prozent der eingespeisten Strommenge vergütet. Freiflächenanlagen bis 10 MW werden ebenfalls zu 100 Prozent vergütet.

Donnerstag, 29. März 2012

Energiewende schafft neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt



Berlin (opm) - Der Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland lässt weiterhin neue Arbeitsplätze entstehen.
Nach einer jetzt veröffentlichten Untersuchung für das Bundesumweltministerium boten die Entwicklung und Produktion der erneuerbaren Technologien sowie die Bereitstellung von erneuerbar erzeugtem Strom, Wärme und Kraftstoffen im Jahr 2011 rund 382.000 Beschäftigten in Deutschland Arbeit. Das ist ein Plus von etwa vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Rund 280.000 Arbeitsplätze sind der Studie zufolge auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen. Mit 125.000 der Branche zuzurechnenden Beschäftigten leistete die Solarenergie erstmalig den größten Beitrag zur Gesamtbeschäftigung aus erneuerbaren Energien. Dahinter folgen die Biomasse (rund 124.000 Beschäftigte) und die Windenergie (rund 101.000 Beschäftigte).

Montag, 26. März 2012

23 % mehr Windkraft als 2010

Berlin (opm) - Keine Energiequelle wuchs in Deutschland im letzten Jahr mehr als die verhältnismäßig kostengünstige Windkraft. 2011 wurden allein an Land Windkraftanlagen mit einer Kapazität von zwei Großkraftwerken installiert – deutlich mehr als in den Vorjahren. Auch auf dem Meer setzt sich dieser Trend fort: Zwei Offshore-Windparks sind bereits in Betrieb, zwei weitere in Bau, vier Vorhaben sollen in diesem Jahr begonnen werden, und für 30 wurden Genehmigungen erteilt.

2011 lieferten Windkraftanlagen etwa neun Milliarden kWh mehr Strom als im Jahr zuvor. Damit betrug der Beitrag der Windkraft zum deutschen Strommix 7,6 Prozent. Bis zum Jahresende standen in Deutschland circa 22.300 Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von über 29.000 Megawatt zur Verfügung. Größter Windkraftstandort Deutschlands ist Niedersachsen. Doch auch in anderen Bundesländern wird die Windkraft massiv voran getrieben: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein können in einem durchschnittlichen Windjahr schon heute annähernd die Hälfte ihres gesamten Stromverbrauchs durch Windenergie decken. Andere Bundesländer holen auf. Besonders zügig ging der Ausbau 2010 in Rheinland-Pfalz und Bayern voran.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Energiewende Aktuell, Ausgabe März 2012

Mittwoch, 14. März 2012

Energiewende nicht für steigende Strompreise verantwortlich

Berlin (opm) - Immer wieder heißt es, die Energiewende lasse die Strompreise in Deutschland steigen. Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) stimmt das nicht. Die Börsenstrompreise liegen heute zehn bis 20 Prozent niedriger als vor drei bis vier Jahren. Einer der Gründe ist der gestiegene Anteil erneuerbarer Energien.

Weiter heißt es in dem Newsletter, dass es überdies ein Mythos sei, dass die Förderung der erneuerbaren Energien zu steigenden Kosten für die Indsutrie führe und damit die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere stromintensiver Unternehmen gefährde, denn: Erstens sind stromintensive Unternehmen von staatlich veranlassten Strompreisbestandteilen kaum betroffen. Dies gilt neben KWK-Umlage und Netzentgelten auch für die EEG-Umlage. Zweitens kaufen stromintensive Unternehmen ihren Strom häufig direkt an der Börse beziehungsweise zu Preisen, die sich eng am Börsenpreis orientieren.

Auch für den Kostenanstieg privater Stromkunden wird häufig vor allem auf die EEG-Umlage verwiesen - ebenfalls zu Unrecht: Pro Monat zahlte der durchschnittliche Privathaushalt 2011 für die gleiche Menge Strom etwa 32 Euro mehr als im Jahr 2000. Aber der Hauptanteil entfiel mit 14 Euro dabei auf die Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb. Die Förderung erneuerbarer Energien macht dagegen nur rund zehn Euro aus.

Auch anteilig belastet die EEG-Umlage die Stromkunden eher geringfügig: Heute liegt der Haushaltsstrompreis bei etwa 26 Cent / KwH. Dabei schlägt die EEG-Umlage mit etwa 3,6 Cent pro Kilowattstunde zu Buche - ungefähr ein Siebtel des Strompreises. Knapp ein weiteres Drittel entfällt auf öffentliche Abgaben und Steuern, der Großteil entfällt auf Erzeugung, Transport und Vertrieb des Stroms.

Quelle: BMU, Energiewende Aktuell, März 2012

Energiewende ein Jahr nach Fukushima

FNG-Vorstandsvorsitzender Volker Weber hebt wichtigen Beitrag nachhaltiger Investments hervor
Berlin (opm) – Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe von Fukushima weist der Vorstandsvorsitzende des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG), Volker Weber, auf die Bedeutung nachhaltiger Investments für den Ausbau erneuerbarer Energien hin. „Der Finanzbranche kommt auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter eine wichtige Rolle zu“, sagt Weber am 9. März in Berlin. „Nur sie kann die nötigen Finanzierungslösungen bereitstellen.“

„Anlegerinnen und Anleger haben darüber hinaus die Möglichkeit, gezielt in Anlagen zu investieren, die Atomkraft ausschließen“, führt der Finanz- und Nachhaltigkeitsexperte weiter an und verweist auf eine Vielzahl von Publikumsfonds mit diesem Negativkriterium. Nachhaltige Publikumsfonds mit dem Transparenzlogo, welches das FNG zusammen mit dem europäischen Dachverband Eurosif vergibt, legen ihre Anlagestrategie und damit auch alle Ausschlüsse detailliert offen.

„Die Katastrophe von Fukushima hat uns allen einmal mehr die Notwendigkeit vor Augen geführt, die Energiewende voranzutreiben“, unterstreicht Weber. „Nachhaltige Investments sind hierbei ein wichtiges Instrumentarium. Zugleich bieten sie privaten und institutionellen Investoren die Möglichkeit, Rendite mit gutem Gewissen zu erzielen“, fasst der FNG-Vorstandsvorsitzende zusammen.

Laut dem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen, den das FNG jährlich herausgibt, beläuft sich das Volumen nachhaltiger Anlagen im deutschsprachigen Raum auf 94,5 Milliarden Euro. Hierunter fallen auch Investments in erneuerbare Energien.

Kapitalanlagen: Nur vier Prozent der Deutschen achten auf ethische Aspekte

Hamburg (opm) - Nur für eine Minderheit der Deutschen ist das Thema "Verantwortung" bei der Bewertung einer Kapitalanlage relevant. Lediglich knapp vier Prozent der Bundesbürger suchen ihre Anlagequellen danach aus, ob sie ethischen Aspekten entsprechen und beispielsweise ökologische oder soziale Ziele verfolgen.

Viel ausschlaggebender ist dagegen der Sicherheitsaspekt. Für 49 Prozent der Deutschen stehen geringe Wertschwankungen bei der Entscheidung für eine Kapitalanlage an erster Stelle. Eine hohe Rendite ist für weitere 21 Prozent relevant. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.

Danach gefragt, wie gut die Bevölkerung ihr Wissen über Kapitalanlagen einstuft, zeigen sich die Befragten selbstbewusst. Knapp jeder zweite Deutsche verfügt nach eigener Auskunft über gutes oder sehr gutes Know-how (49 Prozent). Wer von sich selbst behauptet, sich mit der Materie auszukennen, bevorzugt vor allem Tagesgeldkonten. 55 Prozent von ihnen stufen diese Anlagequelle nach wie vor als gut ein. Weitere 43 Prozent schwören auf Festgeld und für 31 Prozent sind Aktien ebenfalls eine Option.

Wer dagegen sein Wissen selbst als schlecht einstuft, bei dem ist das Vertrauen in die Anlagequellen auch insgesamt geringer. Am ehesten setzt die Bevölkerungsgruppe auf einfache Spareinlagen.

Dienstag, 6. März 2012

Kürzung der Solarförderung wird zur Hängepartie

Wie die tz-online berichtet soll die Kürzung der Solarförderung nun doch erst ab 1. April in Kraft treten.

Die FDP plädierte für April. Einige Abgeordnete von Union und FDP verweisen auf den Vertrauensschutz. Erst am 11. Mai kann der Bundesrat zu der Solarreform Stellung nehmen. Daher besteht die Gefahr einer Hängepartie. Nicht zuletzt durch die Tatsache, dass die Länder den Vermittlungsausschuss über Monate blockieren könnten.

Viele Handwerker haben bereits in Module investiert, welche jedoch bis zum Stichtag 9. März nicht installiert werden können. Deshalb soll, wie am Montag bestätigt, die Kürzung der Dachanlagenförderung am 1. April in Höhe von 20 bis 30 Prozent in Kraft treten.

Eine weitere Verlängerung der Frist wäre für Solarparks, welche von den Gemeinden einen Aufstellungsbeschluss zum 1. März erhalten hatten, bis 30. Juni möglich. Jedoch kann der Bundesrat auch darüber erst am 11. Mai entscheiden. Sollte die Kürzung dann weniger stark ausfallen, muss die Differenz bis Ende 2012 erstattet werden.

Montag, 5. März 2012

Neutral und unabhängig informiert - greenvalue.de feiert im April 2012 zehnjähriges Bestehen

Als unabhängiges und neutrales Informationsportal wurde greenValue vor zehn Jahren gegründet. "Im April 2002 ist die Idee geboren, vorrangig privaten Anlegern aber auch Finanzdienstleitern und Medienvertretern eine stets aktuelle Informationsquelle für grüne Investments zu werden", sagt Daniel Kellermann, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der greenValue GmbH.
Besucher finden auf www.greenvalue.de in übersichtlicher Tabellenstruktur Beteiligungsangebote, die sich in Platzierung befinden. Zu zahlreichen Investments sind prägnante Beschreibungen und Links zu den Anbietern hinterlegt. Der Investitionsschwerpunkt aktueller Angebote liegt auf Investitionen in Erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik-. Windenergie oder Biomasse. Beteiligungen an Green Buildings oder an Projekten zur nachhaltigen Wärmeversorgung werden in Zukunft mehr Raum als heute einnehmen. Eine Auswahl von Private Placements, nationalen und internationalen Projekten, sowie nützliche Links runden das Informationsangebot ab. " Mit viel Engagement ist es in den vergangenen Jahren gelungen, eine Plattform aufzubauen, die neben aktuellen Beteiligungsangeboten hunderte von recherchierbaren Pressemitteilungen und -beiträgen enthält", so Kellermann.

Für die Zukunft sieht sich greenValue gut gerüstet. "Schon in den vergangenen Jahren haben etliche Gesetzesnovellen zu Veränderungen im Beteiligungsmarkt geführt", resümiert Daniel Kellermann und ergänzt: "Ändern sich die politischen und / oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verändert sich die Landschaft grüner Investitionsangebote. Dieser Veränderung tragen wir durch stetige Anpassung des Informationsportals Rechnung. Mit einem kostenfreien Newsletter bleiben Interessenten grüner Beteiligungen über aktuelle Entwicklungen nachhaltiger Investments auf dem Laufenden.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Presseschau: Die Änderungen zur Solarstromförderung erhitzen zahlreiche Gemüter

"Bundeswirtschaftsminister Rösler und Bundesumweltminister Röttgen haben am 23. Februar 2012 eine gemeinsame Position der Bundesregierung zur Photovoltaikvergütung und zur EU-Energieeffizienzrichtlinie vorgelegt. Beide Minister erklärten, dass die Vorschläge der beschleunigten Umsetzung und dem Erfolg der Energiewende dienen. Sie sei mit großen Chancen für den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland verbunden. Kosteneffizienz und die richtigen ökonomischen Anreize seien dabei wesentliche Kriterien für ihren Erfolg und für ihre Akzeptanz. Diese Kriterien würden mit ihren Vorschlägen erfüllt", heißt es in der Pressemeldung des Umweltministeriums.

Aus dem Ergebnispapier des Bundesumweltministeriums sowie des Bundeswirtschaftsministeriums gehen unter anderem folgende Änderungen hervor:

- zusätzliche Einmalabsenkung für alle Anlagentypen zum 9. März 2012
- Ab 1. Mai 2012 Verstetigung der Degression durch eine monatliche Absenkung der Vergütungssätze
- Für alle Neuanlagen Einführung eines Marktintegrationsmodells im EEG (Begrenzung der vergütungsfähigen Strommenge auf 85 beziehungsweise 90 Prozent)
- Verordnungsermächtigung zur kurzfristigen Nachsteuerung der Vergütung bei Über- oder Unterschreitung des Zubaukorridors; kontinuierliche Absenkung des jährlichen Zubaukorridors ab 2014

Ob die einzelnen Unternehmen und Publikationen von den Vorschlägen auch so begeistert sind, haben wir in einer Presseschau für Sie zusammengestellt:

DGS Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
vom 23. Februar 2012:

Die Situation ist im höchsten Maße absurd. Ein Umweltminister und ein Wirtschaftsminister sind drauf und dran gemeinsam einen Wirtschaftssektor abzuschaffen, der nachhaltig umweltfreundliche Arbeitsplätze schafft. In voller Fahrt möchte man, aus kurzfristigen Überlegungen heraus, auf die Bremse treten und nimmt damit billigend in Kauf den Energiewendemotor zum Stillstand zu bringen.
Der Vorschlag von BMU und BMWi würde die Branche vernichten und zahlreichen kleinen wie großen Unternehmen - davon vielen Pionieren, die sich bereits seit mehr als zehn Jahren für die Energiewende einsetzen - die Geschäftsgrundlage vollständig entziehen. Dass dieser Plan hinter verschlossenen Türen verhandelt wurde und ganz kurzfristig umgesetzt werden soll, kennen wir von dieser Bundesregierung aus anderen Energiethemen ja leider bereits.
Die DGS lehnt die geplante EEG-Vergütungsabsenkung konsequent ab. Dagegen sieht die DGS den Aufbau der dezentralen EE-Stromerzeugerstruktur mit hohen Solarstromanteilen (ca. 30 Prozent) als zielführend zum Aufbau einer zukunftssicheren sowie kosteneffizienten Energieversorgung an.

S.A.G. Solarstrom AG
vom 23. Februar 2012

Die S.A.G. Solarstrom AG greift die von der Bundesregierung vorgelegten Pläne zur drastischen Kürzung der Einspeisevergütung bereits zum 1. April scharf an. Mit den geplanten Kürzungen jedoch würgt die Bundesregierung den deutschen Markt, der als viel beachtetes, weltweites Vorbild für regenerative Stromerzeugung gilt, komplett ab. Sie gefährdet damit die beschlossene Energiewende und Arbeitsplätze in Deutschland. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Vorteile einer dezentralen, netzstabilisierenden Technologie so unbedacht ignoriert werden und stattdessen zentrale Modelle der großen Energieversorger favorisiert werden.
Diese kurzfristigen, drastischen Kürzungen bremsen die bislang sehr positive Entwicklung der Photovoltaik aus.

Wirtschaftswoche
vom 25. Februar 2012:

Das neue Regelwerk, das Bundesumweltminister Norbert Röttgen und sein Wirtschaftskollege Philipp Rösler vereinbart haben, bricht mit der bisherigen Hilfe für erneuerbare Energien. Künftig darf die Regierung per Verordnung - also ohne langwierige Gesetzgebung - in den Ausbau der Photovoltaik eingreifen. Schon bald könnte sie dieses neue Instrument erstmals einsetzen.
In einem zweiten Traditionsbruch rücken die Minister der Praxis zu Leibe, nach der Netzbetreiber den gesamten aus erneuerbaren Quellen erzeugten Strom zum festgelegten Fördersatz kaufen müssen. Dieser sogenannte Einspeisevorrang wird nun für Solarstrom eingeschränkt.
vom 27. Februar 2012:
Eine Kürzung der Vergütungssätze um 20 Prozent und mehr hört sich dramatisch an, relativiert sich jedoch angesichts der seit Jahren rasant sinkenden Preise für Solaranlagen. Die einst üppigen Renditen für die Betreiber von Solaranlagen werden zwar beschnitten; sie bleiben aber so hoch, dass sich Anlagen weiterhin lohnen.

Die Welt online
vom 23. Februar 2012:

Endlich ziehen die Bundesminister für Umwelt und Wirtschaft bei der Energiewende wieder an einem Strang. Was Norbert Röttgen und Philipp Rösler in Bezug auf die Kürzung der Solarbeihilfen nun als gemeinsamen Plan verkündet haben, ist zwar immer noch unbefriedigend, geht aber zum ersten Mal seit Einführung dieses haarsträubenden Subventionstatbestandes zumindest in die richtige Richtung. Unbefriedigend ist die nun beschlossene Absenkung der Solarbeihilfen, weil sie ihrer Höhe nach zu gering ausfällt. Im Grunde sind die ohnehin geplanten Kürzungen in der Förderung von Dachanlagen nur vorgezogen worden - und fallen unter dem Strich sogar geringer aus, als es unter dem bisherigen Beihilfe-System der Fall gewesen wäre. Die Installation kleiner Dachanlagen wird weiterhin finanziell attraktiv bleiben.

ECOreporter.de
vom 23. Februar 2012:

Nicht mit der Schere, auch nicht mit der Axt, sondern gleich mit der Motorsäge rückt die Bundesregierung der deutschen Solarbranche zu Leibe.
Es kommt alles noch schlimmer! Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesumweltminister Norbert Röttgen haben heute Mittag ihre Pläne für Kappungen bei der Solarstromvergütung der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie übertreffen die Befürchtungen deutlich.
Den Ministern zufolge soll die starke und weit vorgezogene Absenkung der Solarstromtarife für Neuanlagen bereits zum 9. März erfolgen und nicht zum 1. April, wie zunächst angenommen wurde. Nun bleibt der Solarbranche noch weniger Zeit, sich darauf einzustellen.
Immerhin hat sich Rösler nicht mit seinem Vorhaben durchgesetzt, den jährlichen Photovoltaik-Zubau auf 1.000 Megawatt zu bregrenzen. Ein so genannter fester Deckel wird nicht eingeführt.

Handelsblatt
vom 23. Februar 2012:

Für mehr Energieeffizienz will sich die Bundesregierung für konkrete Zielvorgaben einsetzen, die aber flexibel erreicht werden können.
Jahrelang haben die Solarfirmen von der staatlichen Förderung der Erneuerbaren Energien besonders profitiert, nun fürchten sie um Arbeitsplätze und die Technologieführerschaft.

Das Vorhaben sorgt für heftige Kritik - unter anderem nicht nur bei zahlreichen Firmen, sondern auch bei der Opposition, den ostdeutschen Solarländern und dem Bundesverband Solarwirtschaft. Heute soll das Kabinett erstmals beraten, in der kommenden Woche erfolgen weitere Beratungen in der Fraktion sowie die erste Lesung im Bundestag. Am 26. März soll eine öffentliche Anhörung erfolgen, der Beschluss des Bundestages soll nach jetzigem Stand am 30. März folgen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Webseite www.beteiligungsreport.de

Nachhaltige Gebäude: Optimierung der Lebenszykluykosten gewinnt an Bedeutung

Bei der Bedeutung der Nachhaltigkeit von Gebäuden müssen Investoren offensichtlich weiterhin mit Unschärfen leben.

Eindeutige Beurteilungskriterien für nachhaltige Gebäude meinen gerade einmal 20 Prozent der europäischen Immobilienprofis in ihren Ländern vorzufinden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Folgestudie von Union Investment, für die 167 Immobilieninvestoren in Deutschland, Frankreich und Großbritanien repräsentativ befragt wurden.

Stark verändert hat sich das Ranking der wichtigsten Kennzahlen. Hinter dem Primärenergieverbrauch, den 83 Prozent der Umfrageteilnehmer als "besonders wichtige Kennzahl" einschätzen, folgt auf Platz zwei die Erfassung der Lebenszykluskosten. Dieser Kennzahl messen 67 Prozent der Investoren eine besonders hohe Bedeutung bei.

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Dienstag, 28. Februar 2012

HSH Nordbank finanziert fünf Windparks in Deutschland

Die HSH Nordbank begleitet fünf Windparks in Deutschland mit einer Portfoliofinanzierung in Höhe von 32 Millionen Euro.

Die fünf Parks wurden zwischen 2004 und 2009 mit Anlagen des norddeutschen Turbinenherstellers Enercon in Hessen und Niedersachsen errichtet und über verschiedene Banken finanziert. Die HSH Nordbank übernimmt mit der Bündelung des Portfolios die gesamte Finanzierung dieser rentablen Anlagen. Die 38 Windkraftanlagen verfügen über eine Stromerzeugungskapazität von insgesamt 72,4 Megawatt.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Stromversorger erhöhen die Preise

Zum 1. März erhöhen 91 Versorger ihre Preise für Haushaltsstrom, zum 1. April weitere 62. Bereits in den Vormonaten hatten über 200 Grundversorger Preissteigerungen verkündet, so das Stromvergleichsportal Verivox.

Im Durchschnitt nehmen die Preise um rund 3,4 Prozent zu. Einigen Versorgern dient der Ausbau der Erneuerbaren Energien als Begründung für die Erhöhung, obwohl die EEG-Umlage im Vergleich zu 2011 nur um 0,06 Cent je Kilowattstunde gestiegen ist.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.beteiligungsreport.de

Solarförderung wird weiter gekürzt

Landshut (ops) - Nach einem monatelangen Streit zwischen Bundesumwelt- und Wirtschaftsministerium um die Kürzung der Zulagen für Solaranlagen, gibt es nun eine Einigung.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wollen sich heute auf einer Pressekonferenz dazu äußern. Nach Angaben aus Regierungs- und Branchenkreisen seien Einschnitte geplant, die bei Freiflächenanlagen mehr als 30 Prozent betragen, berichtete das Handelsblatt. Zusätzlich werde die Kürzung von 15 Prozent, die für den 1. Juli vorgesehen war, bereits auf den 1. April vorgezogen und erhöht werden. Die Gesamtkürzung bei Anlagen auf Hausdächern werde 20 Prozent betragen.

Quelle: n-tv vom 22. Februar 2012

Freitag, 17. Februar 2012

Landshuter Umweltmesse 2012

Viele Umweltmessen kommen und verschwinden ebenso schnell von der Bildfläche. Nach wie vor gestaltet es sich schwierig, die Umwelt und ihren Schutz zu fördern und ihre Produkte populärer zu machen.

Eine besondere Herausforderung ist es, für ein zahlreiches Publikum auszustellen, das sich nicht nur dafür interessiert, sondern sich der Produkte annimmt und sie letztendlich auch erwirbt. Wenn die Umweltmesse überdies das Verbraucherverhalten des Besuchers durch intelligente Fachvorträge maßgeblich zu mehr umweltbewusstem Einkauf beeinflussen kann, ist ein übergeordnetes Ziel einer derartigen Veranstaltung erreicht.

Die diesjährige Landshuter Umweltmesse findet von 22. März bis 25. März auf dem Messegelände Landshut statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.la-umwelt.de

S.A.G. Solarstrom AG erweitert Kraftwerksportfolio um rund ein Megawatt Peak

Die S.A.G. Solarstrom AG hat rückwirkend zum 31. Dezember 2011 das eigene Kraftwerksportfolio um rund ein Megawatt Peak (MWp) erweitert.

Die Unternehmergruppe hat in eine 919 Kilowatt-Peak-Dachanlage auf dem Dach eines Logistikdienstleisters in Dortmund investiert. Die Anlage produziert jährlich rund 920.000 Kilowattstunden und kann damit 200 Vier-Personen-Haushalte versorgen.

650 Tonnen Co2 werden darüber hinaus durch die Produktion umweltfreundlichen Stroms eingespart. Der eigene Anlagenbestand umfasst jetzt 88 Anlagen im In- und Ausland mit einer Gesamtleistung von rund 26,1 Megawatt Peak.

Donnerstag, 16. Februar 2012

GLS Bank: Sozial-ökologische Universalbank wächst weiter

Bochum (opm) - Die GLS Bank ist weiterhin auf einem erfolgreichen Kurs und kann sich über steigende Mitglieder- und Kundenzahlen sowie eine kontinuierlich wachsende Bilanzsumme freuen. Allein in 2011 konnten 25.000 neue Kunden gewonnen und die Finanzierung von rund 17.500 sozial-ökologischen Projekten mit einem Volumen von knapp 500 Millionen Euro umgesetzt werden.

Die Bilanzsumme der sozial-ökologischen Universalbank betrug zum Jahresabschluss 2,26 Milliarden Euro und schließt mit einem Plus von 22,5 Prozent an die erfolgreichen vergangenen Jahre an. Derzeit zählt sie über 116.000 Kunden, ein Zuwachs von knapp 27,5 Prozent. Die Kundeneinlagen wuchsen um 22,9 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. "Wir konnten durch diese angelegten Gelder Kredite an 17.500 sinn-stiftende Unternehmen und Projekte in den Bereichen Ökologie, Soziales und Wohnen vergeben", so Finanzvorstand Andreas Neukirch.

Auch das Programm "Mikrokredite" übertraf bei weitem alle Erwartungen und verfügt nach zwei Jahren Laufzeit über eine erfreuliche Bilanz: 6.600 Kredite wurden seit Beginn des Programms Anfang 2010 vergeben, deutlich mehr als ursprünglich geplant.

Produktreihe Deka-Nachhaltigkeit gestartet

Frankfurt am Main (opm) - Die DekaBank hat ihre neue Produktreihe Deka-Nachhaltigkeit gestartet, mit der Anleger in ein Aktien-, Renten- oder gemischtes Fondsportfolio investieren können, das jeweils den besonderen Kriterien einer nachhaltigen Gelanlage entspricht.

"Auf eine angemessene Rendite will und muss dabei niemand verzichten, denn nachhaltiges Wirtschaften und Rendite sind kein Widerspruch", so Dirk Degenhardt, Leiter Produktmanagement beim zentralen Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe. Bei der Auswahl der Wertpapiere für die neuen Fonds arbeitet die DekaBank mit dem Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug), das sich auf sozial-ökologische Unternehmensanalysen spezialisiert hat, und dem Ethical Investment Research Service (EIRIS), der weltweit ältesten und renommierten Researchagentur für ethische Investments, zusammen.

"Erneuerbare Energien - Premium": 500 Millionen Euro Förderkredite

Berlin (opm) - Die KfW Bankengruppe und das Bundesumweltministerium (BMU) haben für weitere fünf Jahre die gemeinsame Förderung von Investitionen zur Wärmeversorgung durch Erneuerbare Energien vereinbart.
Gefördert werden große Solarkollektoren, Wärmespeicher, Wärmenetze, Biogasaufbereitungsanlagen, Biomassenanlagen und Tiefengeothermie über das KfW-Programm "Erneuerbare Energien - Premium". Dieses Programm ist Teil des Marktanreizprogramms des Bundesumweltministeriums; hier werden größere, meist gewerbliche Anlagen gefördert. Im Jahr 2011 wurden Förderkredite in Höhe von rund 500 Millionen Euro (Vorjahr: 340 Millionen Euro) ausgegeben.

Das Programm Erneuerbare Energien wurde vor über zehn Jahren gemeinsam mit dem Bund gestartet. Seit Programmbeginn konnten Förderkredite in Höhe von über zwei Milliarden Euro ausgereicht und über 10.000 Maßnahmen gefördert werden.

Windkraft: Weltweit 42 GW an neuer Kapazität

Bonn (opm) - Der Weltmarkt für Windenergieanlagen hat sich erholt und einen neuen Rekord gesetzt: Im letzten Jahr wurden weltweit 42 GW (2010: 37,6 GW) neu installiert, die Gesamtkapazität beläuft sich auf 239 GW.
Damit könnten drei Prozent des weltweiten Strombedarfs laut den vorläufigen Daten, die von der World Wind Energy Association (WWEA) gesammelt und veröffentlicht wurden, gedeckt werden. Eine ähnlich starke Position wie im Vorjahr erreichte China  mit rund 18 GW an neuen Windkraftanlagen und einer Gesamtkapazität von 63 GW - mehr als ein Viertel der globalen Windenergie-Kapazität. Der zweitgrößte Markt für neue Windenergieanlagen war die USA mit 6,8 GW, gefolgt von Indien (2,7 GW), Deutschland (2 GW) und Kanada mit 1,3 GW. Spanien, Frankreich und Italien folgen mit jeweils rund 1 GW.

Quelle: WWEA World Wind Energy Association vom 07. Februar 2012